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Matthias Reim in Greifswald

Greifswald Matthias Reim in Greifswald

Bei den Boddenklängen 2017 wird der Pop- und Schlagersänger auf der Bühne vom Strandbad Eldena stehen / Ebenfalls dabei ist die AC/DC- Cover-Band „Barock“

Greifswald. 2014 fluchte er bei den ersten Sundkonzerten in Stralsund seine Liebeserklärung „Verdammt, ich lieb’ dich“ ins Mikro – nun wird Matthias Reim Stargast der Boddenklänge: 2017 wird der Musiker im Strandbad Eldena auf der Open-Air-Bühne stehen. Ebenfalls dabei im nächsten Jahr ist die AC/DC-Cover-Band Barock mit ihrer „AC/DC Tribute Show“, wie Veranstalter Marcel Glöden, Geschäftsführer vom Haus neuer Medien Greifswald, gestern verkündete.

Seit 2014 ist Glöden mit Reim per Du. „Als ich ihm vorgeschlagen habe, ein Konzert in Greifswald zu geben, hat er sofort sein Okay gegeben“, sagt der 36-Jährige. Auch der Sänger ist schon voller Vorfreude. „Open-Air, das ist genau mein Ding. Ich komme nach Greifswald und werde die Herzen der Menschen bewegen“, sagte Reim am Telefon. Im Gepäck hat der 58-Jährige alle seine Hits der vergangenen 27 Jahre. „Natürlich auch ,Verdammt, ich lieb dich’ oder ,Ich hab geträumt von dir’“, versprach der Sänger. „Ich werde mit meiner Gitarre aber auch stille Geschichten erzählen, so dass es auch sentimental und melancholisch wird“, verriet er vorab.

Am 24. Juni wird Reim in der Hansestadt spielen. Einen Tag vorher rocken Grant Foster, Eugen Torscher, Nick Young, Erwin Rieder, Baba Hail und Sean Mulvihill von der Band Barock die Bühne im Strandbad Eldena in bester AC/CD-Manier – und das auf originalen Instrumenten aus den 60er Jahren. An beiden Tagen wird es nach den Konzerten ein Feuerwerk geben. Zuvor werden es die Herren von Barock auf der Bühne, die als Laufsteg ins Publikum ragen wird, auch schon während ihrer Show mit Pyrotechnik richtig krachen lassen.

Bereits zum vierten Mal fanden die Boddenklänge in diesem Jahr in Greifswald statt. Erstmals ging das Großevent über zwei Tage. Doch dass es im nächsten Jahr weitergeht, ist keinesfalls selbstverständlich. „Was das Wirtschaftliche betrifft, stand die Veranstaltung auf der Kippe“, räumt Glöden ein. Denn: Trotz der Partner und Sponsoren muss er bei seinen Events – dazu gehören neben den Boddenklängen Formate wie Sund- und Peenekonzerte, die Weihnachts-Gala, die Ostsee-Revue und die Schlagertour – immer noch kräftig draufzahlen.

„Insgesamt eine sechsstellige Summe in diesem Jahr“, räumt er ein. Der Veranstaltungsort der Boddenklänge – das Strandbad Eldena – sei eine zusätzliche Herausforderung: „Wir fahren alles auf die grüne Wiese. Das ist schon ein Kraftakt mit hohen Kosten“, so Glöden. Dass er dennoch weitermacht, ist für den Unternehmer vor allem eine Herzensangelegenheit: „Es ist schwer in dieser Region, aber irgendjemand muss es ja machen, sonst passiert hier gar nichts“, sagt er.

Das haben nun anscheinend auch die Kommunen erkannt, die sich in diesem Jahr erstmals beteiligen wollen. „Stralsund und Wolgast haben finanzielle Unterstützung zugesagt. Da hat anscheinend ein Umdenken stattgefunden. Immerhin haben die Veranstaltungen auch einen Marketingeffekt für die Städte“, freut sich Glöden. Auch die Landesregierung habe finanzielle Hilfe zugesichert.

Rund 20 Veranstaltungen will Glöden im Rahmen der bisherigen Formate 2017 mit Partnern – wie der für Veranstaltungstechnik zuständigen Firma AEN – und Sponsoren (darunter die Stadtwerke Greifswald, die Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft Greifswald und die Sparkasse Vorpommern) auf die Beine stellen. Dabei plane er mit einem Budget von rund 1,2 Millionen Euro.

Mit der Musikauswahl für die fünfte Auflage der Boddenklänge will Glöden vor allem verschiedene Zielgruppen ansprechen. „Das ist in diesem Jahr nicht so gut gelungen“, räumt er ein. Die Besucherzahlen der Boddenklänge seien zwar von Jahr zu Jahr gestiegen – rund 5000 waren es in der aktuellen Saison. „Mit Nena und den Prinzen hatte das Publikum aber die Qual der Wahl, so dass sich die Besucherzahlen aufgeteilt haben.“

Das soll in diesem Jahr nicht passieren. Zudem hätten sich viele Menschen in der Region den Auftritt von Matthias Reim explizit gewünscht: „Wir haben verschiedene Medienkanäle ausgewertet und Matthias Reim war der Wunschkandidat Nummer eins“, sagt Glöden. „Das freut mich natürlich riesig“, so Reim. „Ich werde auf jeden Fall Gas geben, es wird ein Hammer-Abend, das kann ich jetzt schon versprechen.“ Die einzige Sorge, die Glöden noch hat, ist das Wetter: „Aber Matthias Reim ist selbst ein Sonnenschein und auf jeden Fall ein Garant für Gute-Laune.“

Stefanie Büssing

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