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Mauerfall in Berlin als Open-Air-Schau

Berlin Mauerfall in Berlin als Open-Air-Schau

Die Schau „Revolution und Mauerfall“ ist Tag und Nacht im Innenhof der einstigen Stasi-Zentrale zu sehen

Berlin. In der früheren Stasi-Zentrale in Berlin erinnert eine Dauerausstellung an die friedliche Revolution von 1989 und den Mut der Menschen, die sich dem SED-Regime entgegenstellten. Die Schau „Revolution und Mauerfall“ im Innenhof des einstigen DDR-Ministeriums für Staatssicherheit wurde am Mittwoch eröffnet.

Auf 1300 Quadratmetern wird auf wetterfesten Tafeln mit Hunderten Fotos und historischen Dokumenten der Bogen von den Massenprotesten in der DDR über den Mauerfall am 9. November 1989 bis zur Deutschen Einheit gespannt. Die zweisprachige Open-Air-Schau wurde von der Robert-Havemann-Gesellschaft erarbeitet. Besucher können jederzeit bei freiem Eintritt kommen.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) erinnerte in ihrer Eröffnungsrede daran, dass vor 55 Jahren der damalige DDR-Staatschef Walter Ulbricht verkündete: „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten.“ Kurz danach begann der Mauerbau. Das Haus der Kulturstaatsministerin hat 730000 Euro für die Ausstellung bereitgestellt. Grütters kündigte an, dass das einzigartige Archiv der Havemann-Gesellschaft zur DDR-Opposition auf dem Areal in Lichtenberg untergebracht wird. Die Gesellschaft muss bis Ende Juli eine Etage am Standort in Prenzlauer Berg räumen.

Bund und das Land Berlin wollten zudem – wenn die Parlamente zustimmen – die Gesellschaft dauerhaft finanziell fördern. Beide Seiten hatten sich für einen Sitz der Gesellschaft in der früheren Stasi-Zentrale ausgesprochen. Das Areal soll weiter ausgebaut werden zu einem „Ort der Aufklärung über Diktatur und Widerstand“, wie es jetzt der Bundestag beschloss.

Für den Leiter des Ausstellungsprojekts, Tom Sello, ist es ein „Verrat an den Ideen von 89“, wenn heute „Wir sind das Volk“ von „Menschenfeinden“ gebrüllt werde. Es sei damals gerade nicht um Ausgrenzung gegangen, sondern darum, Mauern einzureißen.

Beleuchtet wird in der Stasi-Zentrale auch, wie daraus ein Ort der Revolution geworden ist: Im Januar 1990 hatten Tausende das Ministerium für Staatssicherheit gestürmt und die Vernichtung von Stasi-Unterlagen gestoppt. Das ist in der Ausstellung mit Fotos dokumentiert. In der Nähe, im Haus 1, saß Stasi-Chef Erich Mielke. Sein Büro ist Teil des Stasi-Museums.

OZ

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