Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -1 ° wolkig

Navigation:
Max-Ophüls-Filmfestival: Drei Preise für „Landrauschen“

Auszeichnung Max-Ophüls-Filmfestival: Drei Preise für „Landrauschen“

Mit der Preisverleihung in Saarbrücken feierte das einwöchige Max-Ophüls-Filmfestival am Samstagabend seinen Höhepunkt. Dabei räumte der satirische Heimatfilm „Landrauschen“ gleich mehrfach ab.

Voriger Artikel
Leeuwarden feiert: Europäische Kulturhauptstadt 2018
Nächster Artikel
Abschied von einem Extremisten

Das Team des Films „Landrauschen“ freut sich über drei Auszeichnungen.

Quelle: Oliver Dietze

Saarbrücken. Der Film „Landrauschen“ (Deutschland 2018) hat beim 39. Max-Ophüls-Filmfestival in Saarbrücken gleich drei Preise gewonnen.

Das Festival ist nach dem aus Saarbrücken stammenden Regisseur Max Ophüls (1902-1957) benannt. Dessen Sohn Marcel (90), Oscar-prämierter französischer Regisseur und Dokumentarfilmer, wollte ebenfalls in dieser Woche nach Saarbrücken kommen, sagte aber kurzfristig ab.

An das Werk der Regisseurin Lisa Miller gingen sowohl die mit 36 000 Euro dotierte Auszeichnung „Max Ophüls Preis“ für den besten Spielfilm als auch der Preis für das beste Drehbuch sowie der Preis der ökumenischen Jury.

„Landrauschen“ erzählt von der jungen Toni (Kathrin Wolf), die frustriert aus Berlin zurück in ihr ländliches Heimatdorf kommt und dort auf die lebensfrohe Rosa (Nadine Sauter) trifft. „Zwei Frauen und ein Dorf in der Identitätskrise“, beschreibt Miller ihren Film, der größtenteils mit Laiendarstellern in ihrem eigenen Heimatdorf gedreht und mit Hilfe von Crowdfunding im Internet finanziert wurde.

„Mit großer Energie und Tiefe, Mut zum Risiko und sehr viel Liebe zu den Figuren führt uns dieser Film in eine Welt, in der wir uns erst einmal genauso zurechtfinden müssen wie die Hauptfigur“, lobte die Jury. „Die Freude der Macher beim Machen überträgt sich auf das Publikum und öffnet unsere Herzen.“

Insgesamt wurden beim 39. Max-Ophüls-Filmfestivals, das zu den wichtigsten Foren für Nachwuchsfilmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zählt, 16 Preise in einer Höhe von insgesamt 113 500 Euro verliehen.

Der Preis für den besten Schauspielnachwuchs (Hauptrolle) ging an Loane Balthasar für „Sarah spielt einen Werwolf“ (Deutschland, Schweiz 2017, Regie: Katharina Wyss), der für die Nebenrolle an Anna Suk in „Cops“ (Österreich 2018, Regie: Stefan A. Lukacs). „Cops“ wurde zudem mit dem Preis für den gesellschaftlich relevanten Film und mit dem Publikumspreis Spielfilm ausgezeichnet.

Der Preis für die beste Regie ging an Lisa Brühlmann für „Blue my Mind“ (Schweiz 2017), bester Dokumentarfilm wurde „Global Family“ (Deutschland 2018) von Andreas Köhler und Melanie Andernach.

Das Filmfestival, das über ein Budget von einer Million Euro verfügte, geht am Sonntag zu Ende. Insgesamt wurden zu der 39. Auflage mit 147 Filmen rund 40 000 Besucher erwartet. Als prominente Gäste waren neben Ehrengast Mario Adorf unter anderem die Schauspielerinnen Barbara Auer, Susanne Bormann und Regula Grauwiller, die Schauspieler Bjarne Mädel, Johann von Bülow und Samuel Koch sowie Regisseur Robert Schwentke („Der Hauptmann“) vor Ort.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Aus für Fatih Akin
Verspielt, bildgewaltig und berührend: „Shape of Water“ erzählt von einer Putzfrau (Sally Hawkins), die in einem Forschungslabor ein eingefangenes Wasserwesen (Doug Jones) kennen- und lieben lernt.

Jubel für das fantasievolle Werk „Shape of Water“: Der Film bekommt die meisten Oscar-Nominierungen. Enttäuschung dagegen für Fatih Akin. Sein Drama „Aus dem Nichts“ ist nicht mehr im Rennen. Doch es gibt andere deutsche Hoffnungen.

mehr
Mehr aus Kultur
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Serie, Weltkrieg, erster Weltkrieg, zweiter Weltkrieg Teaser der den User auf die Sonderseiten zum Thema Weltkrieg führen soll image/svg+xml Image Teaser Weltkrieg 2015-09-23 de Serie Erinnerung an Weltkriege Alle Beiträge und Bildergalerien zum Thema sowie Infos zu Ausstellungen und Museen finden Sie auf unseren Sonderseiten. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier. > Erster Weltkrieg > Zweiter Weltkrieg 1914 bis 1918 1939 bis 1945
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.