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Kultur Mendelssohn – als Uraufführung!
Nachrichten Kultur Mendelssohn – als Uraufführung!
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00:06 12.06.2018

Greifswalds 72. Bachwoche ist vorüber. Mit 45 Veranstaltungen und rund 11000 Besuchern war sie die letzte dieser musikalischen Großunternehmungen, die Kirchenmusikdirektor Professor Jochen A. Modeß nach 25 Jahren seiner im Sommer 2018 auslaufenden Greifswalder Tätigkeit plante und leitete.

Ekkehard Ochs über den Abschluss der Greifswalder Bachwoche

Bach, Mendelssohn und der auch fleißig komponierende Modeß – dies die diesjährigen thematischen Säulen, deren enge Verknüpfungen zu markanten Akzentuierungen führten. So etwa, wenn Modeß Werke durch jeweils passendes (angepasstes) Originalmaterial ergänzt, aus Bachs (Kurz-)Messe g-Moll (BWV 235) eine große Messe macht oder Mendelssohns Skizzen zu einem als „Erde, Hölle, Himmel“ geplanten Oratorium von überlieferten etwa 20 Minuten auf knapp zweieinhalb Stunden erweitert.

Mit der Uraufführung dieser Fassung, jetzt „Christus: Erde, Hölle, Himmel“, wurde die Bachwoche vorgestern beendet. Die Entscheidung, wie sinnvoll ein solches Unternehmen ist, das konzeptionelle Schwerstarbeit, aufwändige Sichtung großer Mendelssohnscher Materialmengen sowie mühsame Schreibarbeit erfordert – und keine Sicherheit über den Erfolg bietet, bleibt eine individuelle. Die Aufführung bot einen Vorschlag. Dies unter den Aspekten, ein angefangenes Projekt zu Ende denken zu können und dabei auch weitgehend in anderen Zusammenhängen bereits verwendetes, oder wenig bis gar nicht bekanntes Material zu verwenden.

Das Ergebnis: eine Reihung nicht selten eher lose zusammenhängender, aber abwechslungsreich besetzter und im Chorischen dominierender Stücke und – da durchgehend von originalem, wenn auch teils umfunktioniertem Material – viel Mendelssohn von seiner bekannten, schönsten Seite. Fragen, auch Probleme, deren sich Modeß bewusst ist, stellen sich dennoch. Unberührt davon blieb für die meisten Besucher eine wahrlich klangfulminante Aufführung, zu verdanken dem professionellen Bachwochenorchester, einer starken Gemeinschaftsleistung von Domchor und Universitätschor unter Leitung von Universitätsmusikdirektor Harald Braun sowie dem Solistenquartett Christine Wolff, Bogna Bartosz, Christoph Rösel und Johannes Happel. Stehend dargebrachter Beifall dankte den Mitwirkenden und dem vom Bachwochenpublikum lautstark und begeistert verabschiedeten Dirigenten Jochen A. Modeß. Mit ihm ging wohl eine Ära zu Ende!

OZ

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