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Kultur Mimen und Mythen
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00:00 18.04.2013
Berlin

Der 27-jährige Peter Stein beendet sein Studium, der 38-jährige Peter Zadek ist mit Kurt Hübner nach Bremen gewechselt, Claus Peymann tobt sich am Hamburger Universitätstheater aus, Christoph Marthaler kommt in die Pubertät. Und im September 1964 findet das erste Theatertreffen Berlin statt: unter dem Namen „Berliner Theaterwettbewerb“. 49 Theatertreffen und 500 Inszenierungen später sind die jungen Künstler von damals zu Ikonen geworden. Zadek wurde 21 Mal zum Theaterfestival eingeladen, das jedes Jahr die laut einer Jury bemerkenswertesten zehn deutschsprachigen Inszenierungen der Saison zeigt.

Zum 50. Theatertreffen, das am 3. Mai beginnt, legen die Berliner Festspiele im Verlag Theater der Zeit den Sammelband „Die ersten 50 Jahre: Ereignis und Disput: Das Theatertreffen“ vor.

Das Festival dient zunächst dazu, das kulturelle Westberlin erstrahlen zu lassen. In den Folgejahren bis zur Wende finden sich immerhin Produktionen der Ostberliner Bühnen Berliner Ensemble und Deutsches Theater. In den ersten Jahren wird das Festival von einer Männerriege beherrscht, erst nach und nach erobern sich Künstlerinnen wie Andrea Breth oder — im aktuellen Jahrgang — Katie Mitchell und Karin Henkel Boden.

Der Sammelband liest sich wie die Summe eines halben Jahrhunderts Theatergeschichte. Thomas Ostermeiers erste Inszenierungen an der „Baracke“-Spielstätte — „Messer in Hennen“ und „Shoppen und Ficken“

(1998) — werden ebenso zum Theatertreffen eingeladen wie Heiner Müllers „Hamletmaschine“ (1991) und Zadeks Skandalinszenierung von Shakespeares „Othello“ (1977). Elfriede Jelinek verrät in dem Familienalbum der deutschsprachigen Theaterwelt, dass sie gerne in einem Bühnenbild von Anna Viebrock wohnen würde. Der Schriftsteller Navid Kermani gesteht, sich während des Theatertreffens einmal unglücklich verliebt zu haben. Dass die Gäste nicht immer nur positive Erfahrungen mit dem Theatertreffen verbinden, beweist der Regisseur Hans Neuenfels. Der erinnert sich an sein erstes Theatertreffen als an „eine Niederlage, die Alpträume übertraf“.

Nina May

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