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Kultur Minister-Streit bringt Theatermitarbeiter in Rage
Nachrichten Kultur Minister-Streit bringt Theatermitarbeiter in Rage
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17:54 19.04.2018
Stralsund/Greifswald

Nachdem die Verhandlungen um ein Kooperationsmodell zwischen dem Theater Vorpommern und der Theater- und Orchester GmbH in Neubrandenburg und Neustrelitz ins Stocken geraten sind, steigt in den Häusern der Frust.

Ballettdirektor Ralf Dörnen. Quelle: Foto: P. Binder

„Frau Hesse entzieht sich der öffentlichen Diskussion, Herr Brodkorb, der uns das Ganze eingebrockt hat, schweigt, und Frau Schwesig ergeht sich in Floskeln, die die Mitarbeiter des Theaters Vorpommern seit Jahren hören“, kritisiert der Ballettdirektor des Theaters Vorpommern, Ralf Dörnen.

Grund für die Verzögerungen in den Verhandlungen um die konkrete Ausgestaltung einer möglichen Theaterkooperation zwischen Vorpommern und Neubrandenburg sowie Neustrelitz ist ein Kompetenz-Gerangel zwischen Kultusministerin Birgit Hesse und Finanzminister Mathias Brodkorb (beide SPD). Hesse hatte Brodkorb zur letzten Verhandlungsrunde mit den kommunalen Theatergesellschaftern am 5. April nicht mehr eingeladen, obwohl er einem Lösungsweg zur finanziellen Sicherung des Theaters als Finanzminister zustimmen muss, da dies zugleich steigende Ausgaben für den Landeshaushalt bedeuten würde (die OZ berichtete). Hesse soll sich mit den Vertretern der Kommunen Anfang April bereits auf eine Variante für eine Kooperation geeinigt haben, die nun erst im Anschluss an die Gespräche dem Finanzministerium vorgelegt worden sein soll. Wann Brodkorb das Papier durchwinkt, damit die Sache abschließend am Kabinettstisch von allen Ministern entschieden werden kann, ist offen.

Dörnen: „Wieder sind es die Mitarbeiter, die in der Luft hängen. Der Haustarifvertrag läuft im Sommer aus. Das bedeutet wieder die drohende Insolvenz. Wieder wurde nach dem dritten ,Gipfel’ am 5.

April keine Entscheidung getroffen. Die Zermürbung der Künstler und der Gewerke geht weiter.“

Acht Tänzer würden ihm zufolge zum Ende der Spielzeit das Ballett Vorpommern wegen der unsicheren Zukunft verlassen. „Sie werden mit ihrer Qualifizierung schnell einen neuen Job finden“, sagt Dörnen.

bfi

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