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Mit neuem Sound und visionärem Konzept

Peenemünde Mit neuem Sound und visionärem Konzept

Das Usedomer Musikfestival wurde am Wochenende in Peenemünde eröffnet

Peenemünde. Usedoms diesjähriges Musikfestival ist eröffnet. Seit Sonnabend bestimmen drei Wochen lang vor allem Konzerte das Musikleben der Insel. Nationenschwerpunkt ist Schweden, das in Wort, Ton, Film und Bild, als Exkursionsthema und Unterrichtsgegenstand mit vielen Facetten seiner historischen wie zeitgenössischen Musikkultur vorgestellt wird; spannende Einsichten und besondere künstlerische Erlebnisse inklusive. Also ein Usedom-Konzept wie immer? Ja und nein! Schon die Eröffnung in Peenemünde formulierte Ziele, die – wie bislang auch – über eine bloße Ansammlung von Konzerten hinausgreifen, dies aber internationalisierter, zielstrebiger und umfassender angehen wollen. Kein Zufall also, dass sowohl Intendant Thomas Hummel als auch Erwin Sellering als Ministerpräsident Mecklenburg-Vorpommerns und der schwedische Botschafter Lars Gunnar Danielsson in ihren jeweiligen Grußworten den Ostseeraum mit den Begriffen „Frieden“, „Freiheit“, „Toleranz“ und „Zusammenarbeit“ verbanden. Solcherart Verbindendes gab es dann aber auch musikalisch: mit der Baltic Sea Philharmonic als neuem, alle Ostseeanrainer erfassendem Orchester, der Kremerata Baltica, dem Meistergeiger Gidon Kremer und einem Chef Kristjan Järvi, der sein neues Orchester als Vorbild im Kleinen für eine im gesamten Ostsee-Raum zu erreichende „Harmonie und Einheit“

im Großen sieht; Umwelt, Kunst insgesamt, neue Vermittlungskonzepte und unorthodoxe Angebotsformen eingeschlossen!

Darüber dürfte sicher noch eine Weile nachgedacht werden. Dessen ungeachtet hat der umtriebige Visionär in Peenemünde schon mal Planungselemente umgesetzt: die finale Lichtshow (wer hat sie als solche bemerkt?), eine lokal (?) angepasste Zugaben-Auswahl und die Einbeziehung des Publikums! Für Letzteres aber war im ausverkauften Riesensaal wohl doch Offensichtlicheres wichtig: zwei tolle Orchester in einem, Kremers unverändert bestechendes Violinspiel und ein anspruchsvolle wie unterhaltsame Abwechslung bietendes Programm: mit Wilhelm Stenhammar („Mellanspel“), Arvo Pärt („Swansong“), Mieszyslaw Weinbergs dem großen Schostakowitsch deutlich verbundenes Violinkonzert (op. 67) und Tschaikowski („Schwanensee“ im deutlich zu lang geratenen Arrangement Järvis). Des Meisters Hang, seine musikantisch wirklich hinreißenden Konzerte dann noch als eine Art Gaudi ausklingen zu lassen, darf dennoch hinterfragt werden.

Das Festival bietet ingesamt 30 Veranstaltungen, zum Abschluss am 14. Oktober in Peenemünde spielt das NDR Elbphilharmonie Orchester unter Thomas Hengelbrock, Solist ist Jan Lisiecki (Klavier).

Aufgeführt werden dann Werke von Karol Szymanowski, Wolfgang Amadeus Mozart und Richard Strauss.

Ekkehard Ochs

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