Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 18 ° Regenschauer

Navigation:
Monet und Rodin: Gurlitt-Funde in Bonn

Herkunft unbekannt Monet und Rodin: Gurlitt-Funde in Bonn

Woher stammen die Bilder aus dem Gurlitt-Fund? Nur mühsam bringen Forscher Licht ins Dunkel um die 2012 entdeckte Kunstsammlung.

Voriger Artikel
Sofia Coppola und der gefährliche Reiz einsamer Frauen
Nächster Artikel
Frischekur für Kirchturmuhr

Claude Monet, Waterloo Bridge, 1903.

Quelle: Henning Kaiser

Bonn. Über fünf Jahre nach der Entdeckung der spektakulären Kunstsammlung von Cornelius Gurlitt steht die Aufarbeitung der Herkunft der mehr 1500 Werke noch vor großen Schwierigkeiten.

„Wir müssen uns wahrscheinlich damit abfinden, dass bestimmte Provenienzen nie endgültig geklärt werden“, sagte die Kuratorin Agnieszka Lulinska am Dienstag in Bonn. Erst bei gut einem Drittel der Gurlitt-Werke ist die Herkunft ermittelt.

Rund vier Monate vor der Ausstellung von 250 Werken aus der teilweise mit NS-Raubkunstverdacht behafteten Sammlung stellte die Bundeskunsthalle in Bonn am Dienstag erstmals einige Werke vor. Darunter waren ein Gemälde von Monet, Papierarbeiten von Maillol, Boucher und Dürer sowie eine Marmorskulptur von Rodin.

Anfang November startet zeitgleich in Bonn und Bern eine Doppelausstellung mit Kunstwerken aus dem Gurlitt-Fund. An diesem Freitag will auch das Kunstmuseum Bern als Erbe der Gurlitt-Sammlung erste Arbeiten präsentieren. Während sich Bonn auf den NS-Kunstraub und die oft ungeklärte Herkunft der Werke konzentriert, wird es in Bern um „entartete Kunst“ gehen. Rund 200 der in Bonn gezeigten Gemälde und Papierarbeiten stünden unter Raubkunstverdacht, sagte Lulinska.

Bundeskunsthallen-Intendant Rein Wolfs sagte, die Bonner Gurlitt-Schau wolle keine „best-of“-Kunst präsentieren, sondern auch die Schicksale der verfolgten, meist jüdischen Kunsthändler und Sammler darstellen. „Wir wollen die Menschen zeigen, die hinter den Werken stehen.“

Die Gurlitt-Sammlung war 2012 beschlagnahmt worden. Der 2014 gestorbene Gurlitt vermachte seine millionenschwere Sammlung, die er in München und Salzburg aufbewahrt hatte, dem Kunstmuseum Bern. Cornelius Gurlitt war Sohn von Hildebrand Gurlitt, der einer der Kunsthändler Adolf Hitlers war und die Werke zusammengetragen hatte. Darunter sind Arbeiten von Picasso, Marc Chagall, Henri Matisse, Otto Dix, Max Beckmann und Max Liebermann. Deutschland hat sich verpflichtet, alle Werke zurückzuerstatten, die den Besitzern einst von den Nazis geraubt oder abgepresst wurden.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Was geschah am...
Tag für Tag finden Sie an dieser Stelle einen Rückblick auf Ereignisse, Anekdoten, Geburts- oder Sterbetage, die mit diesem Datum verbunden sind.

Das aktuelle Kalenderblatt für den 23. Juni 2017

mehr
Mehr aus Kultur
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Serie, Weltkrieg, erster Weltkrieg, zweiter Weltkrieg Teaser der den User auf die Sonderseiten zum Thema Weltkrieg führen soll image/svg+xml Image Teaser Weltkrieg 2015-09-23 de Serie Erinnerung an Weltkriege Alle Beiträge und Bildergalerien zum Thema sowie Infos zu Ausstellungen und Museen finden Sie auf unseren Sonderseiten. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier. > Erster Weltkrieg > Zweiter Weltkrieg 1914 bis 1918 1939 bis 1945
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.