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Kultur Mord, Entführung und viel Lokalkolorit
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02:20 09.11.2016
Kommissarin Julia Thiel (Lisa Maria Potthoff) mit den Polizeibeamten Holm Brendel (Rainer Sellien) und Annika Pinn (r.). Quelle: Fotos: Das Erste

Mit Kumpels und Bierchen in der Hand wird es sich Jochen Alexander Freydank morgen Abend auf der heimischen Couch in Berlin gemütlich machen. Und 20.15 Uhr im Ersten Krimi schauen. Seinen Krimi. Mit dem „Engelmacher“ läuft morgen Abend die dritte Geschichte um Ex-Staatsanwältin Karin Lossow (gespielt von Katrin Sass) und ihrer Filmtochter Kommissarin Julia Thiel (Lisa Marie Potthoff). Die Regie lag in den Händen von Freydank.

Morgen wird mit „Engelmacher“ der dritte Teil der „Usedom-Krimis“ ausgestrahlt

Die Usedom-Krimi-Reihe

Folge 1: „Mörderhus - Der Usedom-Krimi“, Ausstrahlung: 30.10.2014

Folge 2: „Schandfleck - Der Usedom-Krimi“, 29.10.2015

Folge 3: „Engelmacher - Der Usedom-Krimi“

Folge 4: „Nebelwand - Der Usedom-Krimi“, Erstausstrahlung: 2017

Folge 5: „Trugspur - Der Usedom-Krimi“, Erstausstrahlung: 2017

Folge 6: Dreh voraussichtlich im

Frühjahr 2017

Ein Mord, ein entführtes Mädchen und ein schwerer Unfall stehen im Mittelpunkt des dritten Usedom-Krimis. „Der Mutter-Tochter-Konflikt wird auch weiter ausgefochten“, sagt Lisa Marie Potthoff am Telefon gegenüber der OZ. Sie wird morgen Abend nicht vor dem Fernseher sitzen – „da bin ich wohl noch mit den Kindern unterwegs“. Gesehen hat sie den „Engelmacher“ bereits auf DVD. „Usedom spielt als Hauptkulisse wieder eine große Rolle“, verspricht die Schauspielerin auch im dritten Teil jede Menge Lokalkolorit. Gedreht wurde die Folge bereits im Sommer 2015. „Der Dreh auf der Heringsdorfer Seebrücke war ziemlich anstrengend. Nicht wegen der Szenen, sondern wegen der vielen Touristen“, erinnert sich Potthoff. Sie liebt mittlerweile Usedom. „Aber eher in der Nebensaison. Ich mag die Melancholie der Insel im Winter.“

Da liegt sie mit Regisseur Freydank auf einer Wellenlänge, der es privat auf Usedom auch lieber auf der Achterwasserseite mag, und „außerhalb der Hochsaison“. Als Ost-Berliner kennt der mit einem Oscar (2009 für den Film „Spielzeugland“) prämierte Regisseur das Eiland sehr gut. „Vor der Wende war ich hier oft im Urlaub. Zumeist waren wir in einem FDGB-Heim untergebracht“, sagt Freydank, der inzwischen seinen zweiten Usedom-Krimi (Teil 5) abgedreht hat. „So eine Reihe zu drehen, war für mich eine Premiere. In der jetzigen Folge kommt Karin Lossow mächtig in die Bredouille.“

Stimmt, denn die Lossow gerät unter Mordverdacht. Eines Morgens steht bei ihr die polnische Gynäkologin Malgorzata Kaminska am Gartenzaun, um ihr zu sagen, dass sie die Geliebte ihres Ehemannes war, den Karin Lossow vor acht Jahren erschossen hatte. Sie weist Malgorzata brüsk zurück. Dennoch entschließt sich Lossow die Ärztin zu besuchen und sich auf ein Gespräch einzulassen. Kurz darauf wird Malgorzata tot aufgefunden. Jetzt ist Kommissarin Julia Thiel gefragt.

Gibt es mit ihr auch ein Wiedersehen im sechsten Teil, der voraussichtlich im Frühjahr 2017 gedreht werden soll? „Ich habe den Usedom-Krimi immer sehr gerne gemacht. Aber jetzt muss ich eine Entscheidung fällen, die für mich gut ist“, sagt Lisa Maria Potthoff. Das klingt nach Abschied.

Im März 2017 steht die „Usedom-Kommissarin“ für die ARD vor der Kamera. „Für den Film ,Karneval’. Dabei geht es um eine Mafia-Geschichte, bei der ich als Polizistin auf eigene Faust ermitteln muss.

Weil es da viele Kampfszenen gibt, muss ich in den nächsten Wochen viel trainieren“, kündigt die Schauspielerin an.

Sieht man Lisa Maria Potthoff auch mal in einem Tatort? „Das ist ein super Format. Lust hätte ich schon.“ Nur gibt es kaum noch eine Großstadt ohne ein Ermittlerteam. „Wie wäre es denn mit einem ,Tatort aus Bansin’“, sagt die 38-Jährige nicht ganz ernst gemeint. Gute Idee, Frau Potthoff!

TV-Tipp: 10.11., 20.15 Uhr, Das Erste

„Engelmacher – Der Usedom-Krimi“

Henrik Nitzsche

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