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Mülheim sucht den besten Dramatiker

Mülheim/Ruhr Mülheim sucht den besten Dramatiker

Das Rennen um den begehrten Mülheimer Dramatikerpreis wird eröffnet. Sieben Stücke konkurrieren um die renommierte Auszeichnung. Handke und von Schirach sind nicht dabei.

Mülheim/Ruhr. In der Ruhrgebietsstadt Mülheim an der Ruhr wird ab Samstag wieder der Wettbewerb um den begehrten Dramatikerpreis eröffnet. Sieben Stücke konkurrieren bei den 41. Mülheimer Theatertagen bis Ende Mai um die mit 15 000 Euro dotierte Auszeichnung.

Am 26. Mai kürt dann die fünfköpfige Jury in einer öffentlichen Debatte den diesjährigen Preisträger. Ausgewählt wurden neue Werke von Sibylle Berg, Wolfram Höll, Yael Ronen, Felicia Zeller, Fritz Kater (Autorenpseudonym des Stuttgarter Schauspielintendanten Armin Petras), Ferdinand Schmalz und Thomas Melle.

Zum Auftakt am Samstag wird das Stück „The Situation“ der israelischen Regisseurin und Autorin Yael Ronen in Mülheim gespielt - es ist das erste nicht deutschsprachige Werk in der Auswahl. Die Inszenierung des Berliner Maxim Gorki Theaters ist auch zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Das Stück lässt die Feinde im Nahost-Konflikt in einem Integrationssprachkurs in Deutschland aufeinandertreffen. Gesprochen wird Arabisch, Hebräisch und Englisch - und alles auf Deutsch übertitelt.

Bewertet werden beim Dramatikerpreis nur neue Stücke, nicht die Inszenierungen. Überraschend hatte das Auswahlgremium in diesem Jahr weder das Erfolgsstück „Terror“ von Ferdinand von Schirach noch Peter Handkes neues Werk „Die Unschuldigen, ich und die Unbekannte am Rand der Landstraße“ eingeladen.

Vergangenes Jahr hatte der österreichische Autor Ewald Palmetshofer den Dramatikerpreis gewonnen. Zu den früheren Preisträgern zählen auch Peter Handke, Botho Strauß und Elfriede Jelinek. Um den mit 10 000 Euro dotierten Kinderstücke-Preis konkurrieren fünf Werke.

dpa

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