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Kultur Museen dürfen auch Werkstatt und lebendiger Treffpunkt sein
Nachrichten Kultur Museen dürfen auch Werkstatt und lebendiger Treffpunkt sein
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06:56 20.10.2017
Unter dem Motto „Baumeister für die Kunst“ veranstaltet  das Kunstmuseum Ahrenshoop am Freitung und Samstag ein Symposium. Quelle: Max Jagusch
Rostock

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es mehr als 150 Museen – vom kleinen Heimatmuseum über archäologische Freilichtmuseen bis hin zum Ozeaneum. Marion Schael lädt heute und morgen zum Symposium „Baumeister der Kunst“ ins Kunstmuseum Ahrenshoop ein.

Unter dem Titel „Baumeister für die Kunst“ findet am Freitag, 14 – 18 Uhr, und am morgigen Samstag, 10 – 15.30 Uhr, ein Symposium zur Museums-Architektur im Kunstmuseum Ahrenshoop statt.Im Anschluss gibt es Führungen durch das Museum.Der Eintritt zu der Veranstaltung ist an beiden Tagen frei.

Wie müssen Museen heutzutage beschaffen sein, um Ausstellungsstücke so zu präsentieren, damit sie viele Gäste anlocken?

Marion Schael: Museen werden heute anders verstanden als früher. Sie sind keine hehren Tempel mehr, die nur mit Schwellenangst und gesenkter Stimme betreten werden. Inzwischen dürfen die Häuser auch Werkstatt und Labor sein, lebendiger Treffpunkt oder Lernort – dabei stets dem Kunstgenuss gewidmet.

Was zeichnet die Architektur eines Museums aus?

Ein gutes Museum dient seinen Ausstellungsstücken – ob Kunstwerke oder historische Schwerter. Es versorgt sie mit ausreichend Licht und Luft und führt die Besucher auf den richtigen Weg zu ihnen. Es bietet ideale Bedingungen für das zarteste Aquarell als auch die sperrigste Plastik.

Welche Museen in MV halten Sie für besonders gelungen?

Das Land hat eine große Anzahl von Museen, viele in historischen Gebäuden: mal imposante Tempel, mal romantische Fachwerkbauten oder in ehemaligen Klöstern. Bemerkenswert ist etwa der einzige DDR-Neubau eines Museums, die Kunsthalle Rostock, mit einer zeitlosen, aber schönen Architektur. Bei den Nachwendebauten sticht das Ozeaneum hervor. Hier wurde der alten Speicherarchitektur Stralsunds bewusst eine ganz moderne Formensprache entgegengesetzt. Aber auch eigensinnige Lösungen, wie das 2014 mit dem Landesbaupreis MV ausgezeichnete Kunstmuseum Ahrenshoop, bestechen neben den Inhalten der Sammlung mit einer Architektur, die in die Landschaft integriert wurde und Bezüge aus der örtlichen Bautradition aufnimmt.

Warum sind Museumsbauten teurer als gewöhnliche Gebäude?

Für eine gute Museumsarchitektur braucht es ein ausreichendes Budget. Es werden Gebäude geschaffen, die die Kunst und Objekte – seien es historische Sammlungen oder zeitgenössische Kunst – für die Zukunft bewahren und die Besucher mit ihrer Tradition, Geschichte und Gegenwart verbindet und dafür sensibilisiert. Architektur und Inhalte sollen eine Einheit bilden und Aufmerksamkeit erregen. Wichtige Bestandteile, die dem Besucher meist verborgen bleiben, sind zudem technische Voraussetzungen, etwa Lichtverhältnisse, Klimaanlagen, Veranstaltungstechnik, Kunstpräsentation. Das alles bedarf zunehmend eines innovativen Ingenieurwissens.

Inwiefern sollte die Architektur eines Museums auf die Ausstellungsstücke verweisen?

Diese Frage würde ich so nicht stellen.

Warum nicht?

Weil sich die Architektur nicht an den Exponaten vorbei in den Vordergrund drängen sollte. Räumliche Effekte dürfen sich nicht auf Kosten der Funktionalität erheben. Ein guter Architekt beschäftigt sich mit den auszustellenden Sammlungen und schafft die angemessenen Räume, auch unter Beachtung der Szenografie und Farben innerhalb der Räume.

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