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Ann Sophie holt sich Wildcard für ESC-Vorentscheid

Hamburg Ann Sophie holt sich Wildcard für ESC-Vorentscheid

Newcomerin Ann Sophie aus Hamburg hat sich den letzten freien Startplatz beim deutschen Vorentscheid für den Eurovision Song Contest (ESC) gesichert.

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Heimsieg für die Hamburgerin Ann Sophie. Demnächst beim ESC?

Quelle: Daniel Reinhardt

Hamburg. Newcomerin Ann Sophie aus Hamburg hat sich den letzten freien Startplatz beim deutschen Vorentscheid für den Eurovision Song Contest (ESC) gesichert.

Die 24-Jährige setzte sich am Donnerstagabend gegen neun Konkurrenten bei einem Clubkonzert in der Hansestadt durch. Sie tritt nun am 5. März in Hannover gegen sieben Mitbewerber um das Ticket zum ESC-Finale an. Mit ihrem souligen Popsong „Jump The Gun“ und einem professionellen Auftritt im aufsehenerregenden rückenfreien Hosenanzug begeisterte sie das Publikum der Show, die live im NDR Fernsehen übertragen wurde.

Die Veranstalter hatten erneut einen Vorentscheid-Startplatz für den Gewinner der sogenannten Wildcard reserviert - Nachwuchsmusiker aus ganz Deutschland bewarben sich darum. Im vergangenen Jahr siegte das Trio Elaiza beim Clubkonzert und sang schließlich auch für Deutschland beim ESC. Im internationalen Finale landete die Band allerdings mit ihrem Song „Is It Right“ auf dem 18. Platz. Conchita Wurst holte damals den Sieg und damit den ESC 2015 nach Österreich.

Am Fernsehbildschirm verfolgten nach Angaben des federführenden Norddeutschen Rundfunks (NDR) 520 000 Zuschauer den Wettstreit. Das seien 160 000 mehr als bei der ersten Ausgabe des Clubkonzerts. Hinzu kam das Publikum im Digitalkanal Einsfestival und der Livestreams auf eurovision.de und eurovision.tv. Ann Sophie errang beim Clubkonzert in der Großen Freiheit 36 rund 24 Prozent der Stimmen.

„Moin“, begrüßte die 24-Jährige das Publikum und erzählte, dass sie mit elf Jahren wusste, dass sie Sängerin werden wollte - damals noch „ganz klischeehaft“ mit Britney Spears und Christina Aguilera als Vorbildern. Schon früh lernte sie Ballett. Nach dem Abitur zog es sie nach New York auf eine Schauspielschule. Sie begann, Songs zu schreiben und trat in Bars auf.

Wenn die Musikerin sich in einem Wort beschreiben müsste, wäre das „Rampensau“, sagte sie. Ann Sophie überzeugte nicht nur mit ihrer Stimme, sondern punktete auch mit einer selbstbewussten sexy Show. Den Zuschauern zeigte sie zu den ersten Tönen erst einmal nur den rückenfreien Anblick ihres Outfits. Als eine der Professionellsten im Feld verwies sie die jüngste Starterin Mickelina und deren drei Schwestern - die als Band Ason ins Rennen gingen - auf den zweiten Platz. Mickelina durfte, weil sie erst zwölf Jahre alt ist, nicht auf die Bühne, sondern war auf einem Monitor zu sehen. Dritte wurden die Moonjos-Brüder Daniel und Ricardo aus Frankfurt und Hamburg.

Überrascht und überglücklich war Ann Sophie nach ihrem Triumph. Sie wolle das jetzt alles auf sich zukommen lassen und sich auch keinen Druck machen, sagte sie im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur. „Mir macht das so viel Spaß, ich freue mich einfach extrem darauf und bin ganz aufgeregt - jetzt schon“, meinte sie mit Blick auf den Vorentscheid. Zu ihren Vorbildern gehöre die US-Popdiva Beyoncé, sagte die 24-Jährige, die über sich selbst sagt, sie habe zwei Seiten: Sie sei schon sehr extrovertiert, aber auch unsicher. Doch: „Wenn es um die Bühne geht, dann fühle ich mich da zu Hause.“

Die Arbeit für Ann Sophie habe schon begonnen, meinte ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber. „Am Montag nimmt sie „Jump The Gun“ im Studio auf, und auch den zweiten Titel, den sie für Hannover braucht“, erklärte er in einer Mitteilung.

Am 5. März entscheidet sich in der TV-Sendung „Unser Song für Österreich“, die das Erste live aus Hannover überträgt, wer Deutschland in diesem Jahr vertreten wird. Wildcard-Gewinnerin Ann Sophie trifft dann auf sieben bereits bekanntere Kandidaten: Fahrenhaidt, Faun, Alexa Feser, Mrs. Greenbird, Andreas Kümmert, Laing und Noize Generation. Das ESC-Finale steigt am 23. Mai in Wien.


Eurovision-Seite mit Kandidaten



dpa

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