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Musik Aus dem Libanon: Who Killed Bruce Lee auf Tour
Nachrichten Kultur Musik Aus dem Libanon: Who Killed Bruce Lee auf Tour
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08:00 03.03.2016
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Berlin

Pop aus dem Libanon - das hat man nicht unbedingt auf dem Zettel. Bei dem Land denkt man eher an Bürgerkrieg, innere Zerrissenheit und Flüchtlingskrise.

Aber Pop aus dem Libanon - das geht. Dafür steht die Band Who Killed Bruce Lee, die gerade ihr durch Crowfunding ermöglichtes Debütalbum „Distant Rendezvous“ veröffentlicht hat, das sie auf einer Tour jetzt auch live vorstellt.

Ein Hauch von Sehnsucht und Hoffnung schwebt über dem Album, das die Band dem Golden Zeitalter Beiruts gewidmet hat. Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte der Libanon eine glanzvollen Zeit des Aufschwungs, Beirut wurde das Paris des Mittleren Ostens genannt. Geblieben ist davon nicht mehr viel...

Oder? „Wir mischen Französisch, Englisch und Arabisch und dies sagt viel über die Weltoffenheit des Libanons aus“, sagte die Band laut Pressemitteilung. Und Kosmopoliten sind auch Who Killed Bruce Lee, die ihr Album in Berlin aufgenommen haben.

Mit arabisch-orientalischer Musik aber haben die Libanesen wenig am Hut. Sie spielen klassischen Indierock mit Pop-Appeal, der im Opener „Room For Three“ mit einer melodischen Synthiemelodie anhebt, die ein treibender Bass druckvoll begleitet. Anknüpfungspunkte an den 80er und 90er Jahren sind unverkennbar.

In „Enemy At The Line“ schiebt sich dann die Gitarre mehr in den Vordergrund, die in Folge auchden Ton angeben sollte - mit fein austarierten Keyboardflächen. Mit Synthie-Pop aber hat das nichts zu tun, das Herz von Who Killed Bruce Lee schlägt für den Indie-Rock mit dominanten Refrains. Manchmal, düster, manchmal dramatisch, manchmal schwermütig und manchmal beschwingt. Und auf „Mastercraft“ können sie auch funky.

Tourdaten im Februar und März: 26.02. Berlin, 27.02. Hamburg, 03.03. Mannheim, 05.03. Lauda-Königshofen, 11.03. Köln, 12.03. Dortmund, 13.03. Düsseldorf - Pitcher, 17.03. Hameln, 18.03. Hameln, 19.03. Münster, 31.03. Nürnberg. Die Tour endet schließlich am 21. Mai in Oldenburg.

dpa

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