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Musik Carla Bruni: Die Rolle ihres Lebens?
Nachrichten Kultur Musik Carla Bruni: Die Rolle ihres Lebens?
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00:00 18.04.2013
Haucht Chansons und spielt dazu Gitarre: Sängerin Carla Bruni. Quelle: promo

„Little French Songs“ heißt Carla Brunis neues Album. Es ist ihr viertes und sicher nicht ihr schlechtestes. 45 Jahre ist sie mittlerweile alt, und es scheint, als verleihe die Lebenserfahrung ihren Liedern zusätzliche Tiefe. Carlas Chansons kommen immer noch eher sanft und unbeschwert daher, die vorab veröffentlichte Single „Chez Keith et Anita“ erfreut mit flotter Finesse. Auch von Country ließ sie sich wieder beeinflussten („Mon Raymond“), sie singt zumeist in französischer, mal in englischer („Little French Song“), immer wieder auch in italienischer Sprache. Carlas Stimme ist fülliger, nuancenreicher geworden mit den Jahren. Sie flüstert nicht mehr so sehr. Ihre Songs, so schön und lieblich sie nach wie vor klingen, sind insgesamt nicht mehr ganz so schwerelos und hingehaucht wie noch zu Beginn ihrer Gesangskarriere im Jahr 2002, als sie von ihrem Debütalbum „Quelqu‘un m‘a dit“ glatt zwei Millionen Stück verkaufen konnte. Carla wurde damals, ähnlich wie die fast zeitgleich berühmt gewordene Norah Jones, zum Konsensthema des leicht gehobenen Geschmacks. Wer seinerzeit bei halbwegs gesitteten Menschen eingeladen war, konnte mit „Quelqu‘un m‘a dit“ als Gastgeschenk wenig verkehrt machen.

Carla Bruni reizt nach wie vor die Fantasie der Menschen. Es scheint, als liebe sie das Rollenspiel, die Wandlung, auch das Stiften von Verwirrung. „Ich bin, was die Leute in mir sehen wollen“, sagte sie jüngst dem Magazin „Der Spiegel“. Carla ist ein bisschen wie Madonna, bloß mit altersgerechter Kleidung. Sie legt sich nicht fest.

Ihren Gatten Nicolas Sarkozy verteidigt sie allerdings in der Öffentlichkeit. Am Ende liebt Carla ihren Nicolas wohl wirklich, und der jüngste Rollenwechsel wird ihr letzter gewesen sein.

Album „Little French Songs“

Steffen Rüth

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