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Claire: Charmanter Synthiepop

Musik Claire: Charmanter Synthiepop

Die Münchener Newcomer spielen am 4. April in Rostock. Der OZelot sprach mit Mitgliedern der Band.

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Matthias Hauck (31, Synthesizer, v. l.), Nepomuk Heller (30, Synthesizer), Josie-Claire Bürkle (22, Gesang), Florian Kiermaier (22, Gitarre) und Fridolin Achten (20, Schlagzeug) sind die Synthie-Popband Claire.

Quelle: Christoph Schaller

OZelot: Eure EP „Games“ verschaffte euch einen Plattenvertrag. Im Sommer 2013 hattet ihr euren Chartdurchbruch mit dem gleichnamigen Titelsong der EP. Hattet ihr dieses Lied so stark eingeschätzt?

Florian Kiermaier: Wir wollten den Song nicht mal auf unserem Debütalbum haben, weil wir dachten, er passt nicht. Aber die Leute finden ihn toll und so ist er auch auf der Platte. Wir waren überrumpelt von diesem Erfolg, weil es nicht der beste Song ist, um uns kennenzulernen.

OZelot: Dafür habt ihr ja Ende 2013 euer Debütalbum „The Great Escape“ rausgebracht. Was ist da von euch zu hören?

Josie-Claire Bürkle: Das Album zeigt hoffentlich, wer wir sind. Es gibt ruhige Tracks wie „In Two Minds“, die ein bisschen melancholischer und zum Nachdenken sind, und es gibt genauso Songs wie „The Next One To Come“, die treten einem in den Arsch, wenn man mal einen Durchhänger hat. Es ist einfach vielseitig.

OZelot: Wie würdet ihr eure Musik selber beschreiben?

Florian: Dafür muss man nur uns beschreiben. Matthias und Nepomuk haben mit Hip Hop angefangen und sind dann zum Elektro gewechselt. Fridolin und ich haben vor vier Jahren in einer Metal-Band gespielt. Josie hat mit der Akustikgitarre gesungen und Sachen gecovert. Insgesamt haben wir uns also alle im Pop getroffen, aber jeder Einzelne bringt halt noch sein Genre mit und deswegen ist es eine Mischung aus alldem, außer vielleicht Metal.

OZelot: Claire hat sich Mitte 2012 gegründet. Ein Jahr zuvor versuchte Josie noch bei „The Voice of Germany“ solo durchzustarten.

Josie-Claire: Das stimmt, ich bin aber direkt in der Vorrunde rausgeflogen — niemand hat sich für mich umgedreht. Darüber bin ich auch mehr als froh, denn das mit unserer Band ist genau das, was ich immer machen wollte. Es hätte nicht besser laufen können, von einer großen Enttäuschung in das ganz große Glück.

OZelot: Claire hat fünf Mitglieder. Gibt es ein Ritual vor Auftritten, das nochmal alle zusammenschweißt?

Fridolin Achten: Wir stellen uns in einen Kreis auf, der Älteste, unser Matthias, beschwört uns alle und hält eine kleine Ansprache, „Einer für alle, alle für einen“, ein Motivationsschrei und raus — wie beim Fußball. Das machen wir jedes Mal. Konzerte in anderen Städten sind bei uns auch Auswärtsspiele.

OZelot: Am 4. April macht ihr auf eurer Tour Halt in Rostock und spielt im Stadtpalast. Seid ihr schon einmal in der Hansestadt gewesen?

Fridolin: Also man kennt Rostock durch Hansa, zumindest als sie damals noch in der ersten Liga gespielt haben. Ansonsten natürlich durch Materia. Keiner von uns war bisher selber in Rostock, aber wir freuen uns auf jede Stadt.

Josie-Claire: Gerade Städte, wo wir noch nie waren, sind immer sehr aufregend. Jede Stadt hat ihre charmanten geilen Eigenschaften — wir sind gespannt, was Rostock uns bieten kann.

„Wir wurden zufällig eine Band“
Zuerst trafen sich Matthias, Nepomuk und Florian bei einem gemeinsamen Studiojob, setzten sich zusammen und werkelten an den ersten musikalischen Projekten.



Ein Freund fragte dann Anfang 2012, ob die drei nicht zu einem Video die Musik beisteuern wollen — doch es fehlte noch eine Stimme. Florian fragte Josie, ob sie mitmachen will: „Als sie anfing zu singen, haben wir uns alle nur angesehen und dachten: ,Geil! Das ist es.‘“ Für den ersten Live-Auftritt stieß Schlagzeuger Fridolin dazu — die Band war Mitte 2012 komplett.



Live: 4. April, 21 Uhr,
Helgas Stadtpalast, Rostock
18,60 Euro, im OZ-Service-Center

 



Interview von Tracy Sawallich

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