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Coldplay-Dreh ohne Coldplay frustriert Teile der Fans

Coldplay-Dreh ohne Coldplay frustriert Teile der Fans

Sie sind mitten in der Nacht aufgestanden, um den berühmten Musikern rund um Chris Martin nah zu sein. Doch die britische Band wird erst am Nachmittag im Eisstadion der Indians in Hannover erwartet. Einige Statisten sind enttäuscht, andere haben damit gerechnet.

Hannover (dpa) – Bei den Dreharbeiten zum neuen Video von Coldplay in Hannover haben die Statisten vergeblich auf die weltbekannte britische Band gewartet. Rund 1200 Komparsen hatten am Donnerstag im Eisstadion der Indians die Aufgabe, brennende Wunderkerzen in die Höhe zu halten, während ein Paar zum Song „Everglow“ auf dem Eis tanzte.

Viele waren in der Hoffnung gekommen, die Musiker rund um Sänger Chris Martin einmal in intimer Atmosphäre zu erleben. Das Management habe aber aus Sicherheitsgründen entschieden, dass die Band erst am Nachmittag anreist und dann allein dreht, sagte Indians-Geschäftsführer David Sulkovsky der dpa.

Die Komparsen, von denen einige schon um 6.00 Uhr vor der Halle warteten, mussten sich mit einem Coldplay-T-Shirt und einem Anstecker zufriedengeben. Bis 12.30 Uhr dauerten die Aufnahmen, spätestens in der Pause um 11.00 Uhr hatte sich herumgesprochen, dass Chris Martin und Co. zumindest am Vormittag nicht mehr auftauchen würden. „Wir sind total sauer“, sagte Tine (50) aus Bad Nenndorf, die mit ihren Freunden Torsten (42) und Jessica (36) angereist war. „Es gab nur Wasser und nichts zu essen, entsprechend schlecht war die Stimmung.“

Sogar aus dem Ausland hatten sich Coldplay-Fans auf den Weg nach Hannover gemacht. Die Italiener Luigi und Tommaso kamen mit ihren Freundinnen direkt vom Konzert der Briten im Berliner Olympiastadion am Mittwoch. Beim Video-Dreh wurden sie von Sicherheitsleuten vorzeitig aus der Halle geschickt, weil sie ihre Smartphones gezückt hatten. Eigene Aufnahmen waren streng verboten. Das Publikum wurde zudem angewiesen, keine Inhalte des Drehs über soziale Netzwerke zu verbreiten.

Annalena Lange (22) und Ricarda Hackstedt (28) verließen im Gegensatz zu anderen Fans bester Laune das Eisstadion. „Wir hatten auch gar nicht damit gerechnet, dass Chris Martin auftaucht“, sagte Ricarda. Sie habe besonders beeindruckt, welch großer Aufwand für ein Musikvideo betrieben wird, sagte Annalena. „Jede Wunderkerze ist wichtig. Es war einfach toll, ein Teil davon zu sein“, meinte die Studentin aus Osnabrück, die seit ihrer Kindheit Coldplay-Fan ist. „Die Musik passt zu jeder Lebenslage. Es ist auch cool, die Wandlungen von Coldplay mit zu durchlaufen.“

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