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Echo Jazz: Stars der Szene in Hamburg gehrt

Hamburg Echo Jazz: Stars der Szene in Hamburg gehrt

An einem solchen Abend geben sich die großen Namen der Jazzszene ein Stelldichein: der Echo Jazz rühmt Ausnahmekünstler für ihre musikalischen Leistungen. In diesem Jahr gehörte die Bühne vor allem zwei Menschen: einem Altstar - und einem verstorbenen Kollegen.

Hamburg. Jazzmusiker im Rampenlicht: Zum siebten Mal ist am Donnerstagabend der Echo Jazz an nationale und internationale Stars der Szene verliehen worden. 

Entertainer Götz Alsmann und US-Star Gregory Porter führten die rund 600 Gäste im Kulturzentrum Kampnagel in Hamburg durch einen Abend voller „Emotionen und Inspiration“, wie Porter sagte. Mit zahlreichen Live-Acts von Preisträgern wie Anke Helfrich oder Ibrahim Maalouf und unterhaltsamen Reden ehrten sie die Künstler für herausragende künstlerischen Leistungen. 

Ein Höhepunkt des Abends war die Vergabe des Preises für das Lebenswerk an Jazz-Pianist und Filmkomponist Wolfgang Dauner (80). „Ich bin sehr überrascht, dass diese Ehrung so früh kommt, denn das Werk ist ja noch gar nicht abgeschlossen“, sagte Dauner, der auf eine über sechzigjährige Musikkarriere zurückblickt. Dauner sei ein Mann, der dem Jazz in Deutschland auf eigensinnige und inspirierende Art neue Wege gewiesen hat, begründete die Jury die Entscheidung.

Doch nicht nur den lebenden Altstars, auch einem kürzlich verstorbenen Kollegen wurde an diesem Abend gedacht. Jazz-Sänger Roger Cicero hätte an diesem Abend den Echo Jazz als „Sänger des Jahres national“ für sein 2015 erschienenes Album „The Roger Cicero Jazz Experience“ persönlich entgegennehmen und durch den Abend führen sollen. Stattdessen nahmen Musikerkollegen den Preis für ihn in Empfang, ein Videozusammenschnitt von der Produktion seines letzten Albums ehrte den Ausnahmekünstler.

Moderator Porter fand rühmende Abschiedsworte für seinen deutschen Kollegen. „Letztes Jahr hat er mich mit unglaublicher Freundlichkeit an der Hand durch diese Veranstaltung geführt. Sein Tod hat mich sehr getroffen“, sagte er im Anschluss an die Gala im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

Zu den weiteren Preisträgern zählten unter anderem das Michael Wollny Trio, das den Echo Jazz für das Album „Nachtfahrten“ erhielt, und das Jazz-Quartett James Farm um Saxofonist Joshua Redman. „Instrumentalisten des Jahres national“ sind Rolf Kühn (Saxofon/Woodwinds), Anke Helfrich (Piano/Keyboards) und Nils Wogram (Blechblasinstrumente/Brass). Bereits zum siebten Mal vergibt die Deutsche Phono-Akademie die begehrten Trophäen, eine zwölfköpfige Jury ermittelt im Vorfeld die Preisträger.

dpa

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