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„Es wird jedenfalls nicht langweilig!“

„Es wird jedenfalls nicht langweilig!“

Ihr neues Album heißt „Closer to the People“ und ist ihr erstes Werk seit vier Jahren / Der OZelot verabredete sich mit Tanita Tikaram zum Telefoninterview

Als sie im Jahr 1988 — noch nicht einmal 20-jährig — mit ihrer ersten LP „Ancient Heart“ weltweite Erfolge feierte, war noch nicht abzusehen, dass Tanita Tikaram eine große Karriere hinlegen würde.

Zu der Zeit, als ich jung war, da liefen im Radio vor allem Abba und Boney M.“Tanita Tikaram

Heute hat die Sängerin insgesamt neun Platten aufgenommen und rennt dem Erfolg nicht mehr hinterher. Ihr Markenzeichen bleibt eine rauchige Stimme, in ihren Songs herrscht eine entspannte Grundstimmung und stilistisch ist die Sängerin offen für Vieles.

Wo bist du eigentlich gerade?

Tanita Tikaram: In Dresden!

Nanu? Warum?

Tanita: Ich bin hier auf Tour.

Ach so, na klar! Durch welche Länder geht es denn in diesem Jahr?

Tanita: Meine Tour führt kreuz und quer durch Europa — Deutschland, Schweiz, Österreich, Belgien, Italien, Niederlande. Ich gebe natürlich auch Konzerte in Großbritannien. Dazu kommt auch ein bisschen Skandinavien, so im Juli in Norwegen, wo ich auf einem Festival spielen werde.

Stehen eigentlich auch Termine in den USA auf dem Plan?

Tanita: Nein.

Aber Platten verkaufst du doch auch dort.

Tanita: Ja, der USA-Markt ist kommerziell interessant, aber Tourpläne dorthin gibt es nicht.

Dein neues Album ist das erste seit dem Jahr 2012, als „Can‘t Go Back“ erschien. Das Album davor erschien 2005, es gibt also immer mal größere Pausen. Was macht man eigentlich als Künstler so in der Zwischenzeit?

Tanita: Was man so macht: Schreiben, verwerfen, neu schreiben, aufnehmen. Der Entstehungsprozess braucht eben manchmal Zeit. Außerdem gebe ich zwischendurch gebe ich auch Konzerte. Es wird jedenfalls nicht langweilig.

Du hast deine Platte „Closer to the People“ genannt. Ist das auch ein Motto für dich?

Tanita: Ein bisschen schon, es sollte eine wärmere und herzliche Platte werden.

Auf dem neuen Album ist eine große musikalische Bandbreite zu finden, von Folk über Cha-Cha-Cha bis Jazz. War einiges davon neu für dich?

Tanita: Jazz kommt eigentlich nur am Rande vor. Ich habe aber einige Songs auf der CD, die tatsächlich vom Klang des Saxophons leben, die wir natürlich auch auf der Bühne genau so bringen.

Deine Bandbesetzung bei dieser Tour ist für den Popbereich recht eigenwillig: Gitarre, Saxophon, Bass — aber kein Schlagzeug, geht das überhaupt?

Tanita: Das stimmt, das brauchen wir für diese Tour nicht. Wenn man meine CD hört, dann weiß man auch, warum.

Du wirst immer wieder an deinem großen Hit „Twist in my Sobriety“ gemessen. Nervt das eigentlich? Und wann spielst du den Song im Konzert, zum Ende hin?

Tanita: Ich spiele den Song immer noch gern und je nachdem, wie er ins Programm passt oder wie der Abend verläuft.

Du bist in Münster geboren und dann in Deutschland als Tochter eines britischen Soldaten aufgewachsen. Hast du eigentlich noch Erinnerungen an diese Zeit?

Tanita: Das war wirklich eine glückliche Zeit, ich habe heute noch viele positive Kindheitserinnerungen. Ich spreche auch noch ein paar Worte Deutsch, aber nicht sehr viel. Jetzt lebe ich in London und bin glücklich hier.

Als deine musikalischen Einflüsse werden die großen Singer/Songwriterinnen genannt, wie zum Beispiel Joni Mitchell. Wie bist du mit den prägenden Künstlern deiner Zeit in Berührung gekommen, übers Radio?

Tanita: Zu der Zeit, als ich jung war, da liefen im Radio vor allem Abba und Boney M (lacht). Also, da musste man schon ein bisschen nach besserer Musik suchen. Aber dem deutschen Radio habe ich viele Impressionen und Einflüsse zu verdanken. Es gab nämlich Sendungen, die nach 21 Uhr liefen, die haben mir ein breiteres musikalisches Spektrum nahegebracht. Auf diese Weise bin ich, glaube ich, auch mit Joni Mitchell in Verbindung gekommen.

Dann viel Erfolg weiterhin auf der Tour.

Tanita: Herzlichen Dank!

Tanita Tikaram, CD „Closer to the People“, erschienen am 11. März bei earMusic/Edel

Von Interview von Thorsten Czarkowski

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