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Musik Frida Gold auf Selbstfindungstrip
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00:00 01.12.2016

Angekommen: Das Elektropop-Duo Frida Gold erzählt, wie es sich bei der Arbeit am Album „Alina“ selbst gefunden hat.

Alina, das neue Album heißt „Alina“ wie du auch. Auf den Cover-Fotos und im Video zu „Langsam“ bist du nackt – eine Selbstentblößung, auch im übertragenen Sinn?

Alina Süggeler: Ja. Wir konnten in den vergangenen zwei Jahren mit ein wenig Distanz auf das schauen, was uns wichtig ist, was wir mit Frida Gold erlebt haben, wo unsere Reise gestartet ist, wo wir jetzt stehen. Wir sind schnell zu dem Punkt gekommen, dass wir – und insbesondere ich – gewisse Facetten bisher nicht gezeigt haben. In das neue Album sind wir mit dem Gefühl gestartet, dass alles, was Alina ist, auch Frida Gold sein darf. Darum ist es letztendlich so persönlich geworden.

Was ist denn die Essenz von Frida Gold?

Alina: Vor allem immer Neugier und Mut. Der Mut, Dinge zuzulassen. Nur Intuition führt zu Kunst, darum steht Intuition über allem.

Gehören zu den Dingen, die du zulässt, auch Zweifel – oder verbieten die sich als Künstler?

Alina: Wenn man auf der Bühne steht, sollte man nicht mehr zweifeln. Aber auf dem Weg dorthin lassen einen Zweifel vor allem wachsen.

Zu der Vorgeschichte von „Alina“ gehört ein fertiges englischsprachiges Album, das nie erschienen ist. Wie fügt sich das ein?

Andi Weizel: Es war auf jeden Fall ein ganz wichtiger Schritt auf dem Weg zu dem jetzigen Album. Nach „Liebe ist meine Religion“ sind wir ganz frisch in den Schreibprozess eingestiegen, und die Lieder, die entstanden, waren halt auf Englisch. Und wir dachten, wenn das jetzt so ist, dann gehen wir diesen Weg, und haben das Album auf Englisch fertiggestellt – und haben schnell festgestellt, damit kriegen wir keinen Austausch mit den Fans hin, wir finden auf dem Markt auch keinen Platz. Es war wohl nicht der richtige Moment – was nicht heißt, dass wir nicht megastolz darauf sind. Natürlich war das erst einmal ein Schlag.

Abgesehen von der damaligen Single „Run Run Run“ ist „Alina“ völlig eigenständig?

Alina: Nein, wo es Sinn ergab, haben wir Lieder übersetzt. Letztlich ist es ein guter Mix geworden.

Gehört die Entscheidung, sich für „Langsam“ auszuziehen, auch zu dem allgemeinen Prozess der Selbstentblößung?

Alina: Definitiv. Wir wollten eine Übersetzung des Liedes in die klarsten Bilder, die zu meinen Worten passen. Und die Geschichte hängt nun einmal an mir. Wir haben das auch auf anderen Plattformen thematisiert, sind zum Beispiel in sehr offenen Kontakt mit unseren Fans auf Facebook getreten. Und das Schöne war: Genauso viel Offenheit, wie wir gaben, kam auch zurück.

Es ist ja auch keine sexuell aufgeladene Nacktheit, sondern eine sehr verletzliche. Aber ich kann mir vorstellen, dass es das nicht gerade einfacher macht ...

Alina: Nein. Aber wenn wir uns bewusst für etwas entscheiden, sind wir damit auch sehr klar. Es fühlte und fühlt sich richtig an. Interview: Stefan Gohlisch

OZ

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