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Halbjahres-Hits: „Die immer lacht“ und „Faded“

Baden-Baden Halbjahres-Hits: „Die immer lacht“ und „Faded“

Ein Norweger und eine Liedermacherin, die in Schleswig-Holstein lebt, haben die großen Hits des ersten Halbjahres 2016 gelandet. Bei den Alben setzt sich die neue Neue Deutsche Welle fort.

Baden-Baden. Das Jahr 2016 ist halb vorbei und hat einen eher ernsten Soundtrack - jedoch zum Mittanzen: Das Elektropop-Lied „Faded“ des norwegischen DJs Alan Walker mit der Stimme der Sängerin Iselin Solheim ist bisher der Hit des Jahres.

In einer Halbjahresauswertung der Offiziellen Deutschen Charts kommt der melancholisch-melodiöse Song, dessen Titel ins Deutsche übersetzt „Verblasst“ bedeutet, auf Platz eins. Das teilte GfK Entertainment in Baden-Baden mit. Platz zwei erreichte der Ohrwurm „Die immer lacht“ von Stereoact feat. Kerstin Ott.

Die Liedermacherin Kerstin Ott - eine gebürtige Berlinerin, die in Heide (Schleswig-Holstein) lebt, schrieb das eingängige Werk einst für eine kranke Freundin. Es handelt von einer Frau, die ihre Traurigkeit kaschiert und stets lacht. Die Erzählerin ermutigt sie, ihre wahren Gefühle zu zeigen. Erst nach einigen Jahren wurde jetzt eine Art Party-Version des Liedes - vom DJ-Duo Stereoact - zum Riesenhit, der im Radio rauf und runter lief und im Karneval, in Fußballstadien, in Après-Ski-Hütten oder Clubs mitgegrölt wurde und zum Tanzen einlud.

Bei den Alben kommt im ersten Halbjahr der Deutschrocker Udo Lindenberg mit seinem Werk „Stärker als die Zeit“ auf Platz eins. Dahinter lagen die deutsche Schlagerkönigin Andrea Berg („Seelenbeben“) und die britische Popsängerin Adele („25“). Auf Rang vier und fünf platzierten sich der Soundtrack zum dritten „Bibi & Tina“-Film („Bibi & Tina: Mädchen gegen Jungs“) sowie das letzte Album der verstorbenen Pop-Ikone David Bowie („Blackstar“).

Ein Blick in die Top 20 der erfolgreichsten Alben des ersten Halbjahres zeigt, dass davon mehr als die Hälfte von deutschen Künstlern stammt. Die neue Neue Deutsche Welle setzt sich also fort.

Zu den deutschsprachigen Erfolgsalben der ersten sechs Monate gehörten beispielsweise „Alles Nix Konkretes“ der Kölner Rockband AnnenMayKantereit (Platz 6), „Muttersprache“ von Sarah Connor (Platz 7) und „Nicht von dieser Welt 2“ von Xavier Naidoo (Platz 10).

Auch das Album „Gestört aber GeiL“ des gleichnamigen DJ-Duos aus Erfurt (Platz 12) sowie „Vorsicht unzensiert!“ der Schlagerband Klubbb3 (Platz 13) mit den Sängern Florian Silbereisen, Jan Smit und Christoff de Bolle kamen gut an.

dpa

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