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Musik Hamburger Trio Liedfett vermischt die Genres
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00:00 03.03.2016

Viel Wortwitz, ein guter Schuss Kritik, ein wenig Punk, ein bisschen Pop, eine Brise Hip Hop und ein Hauch Rock — das Ganze in einen Topf werfen, gut durchmischen und fertig ist Liedfett. Klingt planlos, doch das Hamburger Trio behält stets den Überblick und kreiert damit Musik, die sich abhebt.

Sie lassen sich in keine Schublade schieben: Liedfett

2007 gründeten Leadsänger Daniel Michel und Gitarrist, Sänger und Songschreiber Lucas Uecker die Akustik-Band, 2010 stieß dann Cajón-Spieler Philipp Pöhner dazu. Dass sie lediglich auf akustischen Instrumenten spielen, hat eigentlich einen ganz banalen Grund, wie Lucas weiß: „Angefangen haben wir mit Straßenmusik und da war es logistisch nicht möglich eine E-Gitarre oder ein Schlagzeug dabei zu haben.“ Und sie sind bei Akustik-Gitarre und Cajón geblieben — einfach, aber effektiv, und defnitiv ein Merkmal, welches das Trio auszeichnet. Sie selbst bezeichnen ihren Sound als „Liedermaching Untergrund“, was sie auch im gleichnamigen Song besingen. Was das bedeutet? Liedfetts Stil entspricht imGroßen und Ganzen dem Singer-Songwriter-Genre — sie sind ganz klar Liedermacher. Allerdings spielen in ihre Musik eine Menge andere Genres rein, wie Hip Hop, so dass die Hamburger Jungs dachten, „Untergrund“ wäre eine gute Beschreibung, wie Lucas erzählt. Außergewöhnlich sind aber auch die Liedfett-Texte, die originell und mit viel Witz kritische Themen ansprechen.

Der Durchbruch gelang der Band übrigens erst 2011 mit dem Sieg bei „Hamburg rockt“. Kurz darauf folgte die Veröffentlichung ihres ersten Albums „Kochbuch“.

Nun erscheint morgen ihr bereits drittes Album „Laufenlassen“, das einen in 14 Songs immer wieder überrascht. Die Texte strotzen vor stilistischen Mitteln und Wortspielen, sind aber gut zu verstehen.

So entgeht einem auch nicht, dass Staat, Gesellschaft und Co. charmant aber deutlich kritisiert werden. Teils in dynamischen, teils in balladeartigen Songs spricht Daniel mit leicht kratziger Stimme die Probleme der Menschen an. Trübsinnig wird es dabei aber nie, denn die Ironie schwingt immer mit. Den Rest trägt die mitreißende, melodische Musikstil-Mischung bei. Ergo: Einfach laufen lassen!

Maria Baumgärtel

OZ

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