Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 4 ° Gewitter

Navigation:
Hamburger Trio Liedfett vermischt die Genres

Hamburger Trio Liedfett vermischt die Genres

Viel Wortwitz, ein guter Schuss Kritik, ein wenig Punk, ein bisschen Pop, eine Brise Hip Hop und ein Hauch Rock — das Ganze in einen Topf werfen, gut durchmischen und fertig ist Liedfett.

Viel Wortwitz, ein guter Schuss Kritik, ein wenig Punk, ein bisschen Pop, eine Brise Hip Hop und ein Hauch Rock — das Ganze in einen Topf werfen, gut durchmischen und fertig ist Liedfett. Klingt planlos, doch das Hamburger Trio behält stets den Überblick und kreiert damit Musik, die sich abhebt.

 

OZ-Bild

Sie lassen sich in keine Schublade schieben: Liedfett

Quelle:

2007 gründeten Leadsänger Daniel Michel und Gitarrist, Sänger und Songschreiber Lucas Uecker die Akustik-Band, 2010 stieß dann Cajón-Spieler Philipp Pöhner dazu. Dass sie lediglich auf akustischen Instrumenten spielen, hat eigentlich einen ganz banalen Grund, wie Lucas weiß: „Angefangen haben wir mit Straßenmusik und da war es logistisch nicht möglich eine E-Gitarre oder ein Schlagzeug dabei zu haben.“ Und sie sind bei Akustik-Gitarre und Cajón geblieben — einfach, aber effektiv, und defnitiv ein Merkmal, welches das Trio auszeichnet. Sie selbst bezeichnen ihren Sound als „Liedermaching Untergrund“, was sie auch im gleichnamigen Song besingen. Was das bedeutet? Liedfetts Stil entspricht imGroßen und Ganzen dem Singer-Songwriter-Genre — sie sind ganz klar Liedermacher. Allerdings spielen in ihre Musik eine Menge andere Genres rein, wie Hip Hop, so dass die Hamburger Jungs dachten, „Untergrund“ wäre eine gute Beschreibung, wie Lucas erzählt. Außergewöhnlich sind aber auch die Liedfett-Texte, die originell und mit viel Witz kritische Themen ansprechen.

Der Durchbruch gelang der Band übrigens erst 2011 mit dem Sieg bei „Hamburg rockt“. Kurz darauf folgte die Veröffentlichung ihres ersten Albums „Kochbuch“.

Nun erscheint morgen ihr bereits drittes Album „Laufenlassen“, das einen in 14 Songs immer wieder überrascht. Die Texte strotzen vor stilistischen Mitteln und Wortspielen, sind aber gut zu verstehen.

So entgeht einem auch nicht, dass Staat, Gesellschaft und Co. charmant aber deutlich kritisiert werden. Teils in dynamischen, teils in balladeartigen Songs spricht Daniel mit leicht kratziger Stimme die Probleme der Menschen an. Trübsinnig wird es dabei aber nie, denn die Ironie schwingt immer mit. Den Rest trägt die mitreißende, melodische Musikstil-Mischung bei. Ergo: Einfach laufen lassen!

Maria Baumgärtel

OZ

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Berlin

Pop aus dem Libanon - das hat man nicht unbedingt auf dem Zettel. Bei dem Land denkt man eher an Bürgerkrieg, innere Zerrissenheit und Flüchtlingskrise. Aber Pop aus dem Libanon - das geht.

mehr
Mehr aus Musik
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Serie, Weltkrieg, erster Weltkrieg, zweiter Weltkrieg Teaser der den User auf die Sonderseiten zum Thema Weltkrieg führen soll image/svg+xml Image Teaser Weltkrieg 2015-09-23 de Serie Erinnerung an Weltkriege Alle Beiträge und Bildergalerien zum Thema sowie Infos zu Ausstellungen und Museen finden Sie auf unseren Sonderseiten. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier. > Erster Weltkrieg > Zweiter Weltkrieg 1914 bis 1918 1939 bis 1945
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.