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Helen Mirren verleiht Genesis-Preis an Perlman

Jerusalem Helen Mirren verleiht Genesis-Preis an Perlman

Hollywood-Schauspielerin Helen Mirren verleiht in Jerusalem den „jüdischen Nobelpreis“. Und erzählt, wie sie bei ihrem letzten Israel-Besuch vor einem halben Jahrhundert in der Küche gearbeitet hat.

Jerusalem. Oscar-Preisträgerin Helen Mirren (70) verleiht am Donnerstag dem in Tel Aviv geborenen Geiger Itzhak Perlman (70) den diesjährigen Genesis-Preis. Der „Superstar der klassischen Musik“ sei nicht nur auf jeder Bühne zu Hause und habe mit jedem großen Orchester der Welt gespielt, er sei auch sehr engagiert in der Musikerziehung, hieß es in der Begründung für die Preisverleihung.

Die Auszeichnung, die mit einem Preisgeld von einer Million Dollar (920 000 Euro) verbunden ist, wird auch „jüdischer Nobelpreis“ genannt und wird an Menschen vergeben, die durch ihre Leistung andere Menschen inspirieren und sich für das jüdische Volk engagieren. Perlman sagte am Mittwoch in Jerusalem, er wolle das Preisgeld in die Förderung musikalischer Nachwuchstalente sowie in die Behindertenhilfe investieren.

Helen Mirren wurde bei ihrem Israel-Besuch von der Stadt Jerusalem für ihr künstlerisches Werk ausgezeichnet. Sie sprach sich klar gegen einen Brexit aus. „Ich stimme dafür, zu bleiben“, sagte der britische Star am Mittwoch in Jerusalem. In einem historischen Referendum entscheiden die Briten an diesem Donnerstag, ob sie in der EU bleiben oder austreten wollen.

Sie sei gegen einen Boykott Israels wegen der Besatzungspolitik, sagte Mirren vor Journalisten weiter. „Damit bestraft man nur die Künstler, mit denen man doch kommunizieren will.“ Zu Kritik an Israels rechts-religiöser Regierung wollte Mirren sich nicht äußern. „Dies ist ein außergewöhnliches Land mit außergewöhnlichen Menschen. Ich glaube an Israel.“

Mirren erzählte in Jerusalem von ihrem ersten Israel-Besuch im Jahre 1967. „Ich kam damals mit meinem jüdischen Freund Bruce Myers, einem wunderbaren Schauspieler“, sagte sie. Gemeinsam hätten sie ein paar Wochen lang in einer Gemeinschaftssiedlung (Kibbuz) gearbeitet. Nach einem Tag auf einem Weinberg habe man sie für den Küchendienst eingeteilt, erzählte Mirren, die von der Queen zur „Dame“ geadelt wurde. „Ich musste Kochtöpfe schrubben - aber es war eine wunderbare Zeit.“

dpa

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