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Hurts: „Wir bieten Party und Sex“

Hurts Hurts: „Wir bieten Party und Sex“

Vorbei sind für die Briten Theo Hutchcraft (26) und Keyboarder Adam Anderson (28) die Zeiten der düsteren Songs. Jetzt gibt‘s Tanzbares.

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Theo Hutchcraft (26, l.) und Adam Anderson (28).

Quelle: Sony

Nein, rein äußerlich werden Hurts auch anlässlich ihres zweiten Albums nicht bunt.„Wir tragen ausschließlich Schwarz oder Weiß. Andere Farben sind bei uns verboten“, sagt Theo Hutchcraft (26). Nach ihrem melancholischem Debütalbum „Happiness“ sind die Songs der aktuellen Platte aber offener und tanzbarer.

Es gibt Chöre, es gibt Streicher — insgesamt eine ganze Portion mehr Opulenz. „Die Songs sollten fetter und erhabener werden als die auf unserem ersten Album“, sagt Theo. „Als Menschen waren wir vorher schon selbstbewusst und haben trotz aller Selbstzweifel grundsätzlich an uns geglaubt. Aber als Musiker und Songschreiber ist unser Selbstvertrauen gewachsen.“

Mit „Cupid“ hat man nun ein Stück im Angebot, das an Depeche Mode erinnert, „Sandman“ ist eine absolute Dancenummer, und bei „Miracle“, der aktuellen Single, fühlt man sich an Coldplay erinnert. „Wir wollten neue Facetten zeigen“, betont Theo. Bei Konzerten hätten sie gespürt, dass die alten Lieder etwas zu eindimensional waren. Deshalb sollte die neue Platte mehr Tempo, mehr Energie haben und abwechslungsreicher sein. „Deshalb bieten wir jetzt nicht nur Melancholie und Sensibilität. Sondern auch Party und Sex.“

Nach dem Wirbelwindjahr 2011, in dem sie praktisch überall auf dem Erdball auftraten, verkrochen sich Hurts wieder ins heimatliche Manchester, um mit aller nötigen Konzentration an „Exile“ zu arbeiten. „Zu verschwinden und sich zu konzentrieren, das war immens wichtig“, sagt Theo.

Weil sie wissen, wie das Leben früher war, bestehe jetzt auch keine Gefahr, dass man überschnappe. „Wir sind ein Teil der Popkultur geworden, und unser Leben kommt mir vor wie ein Kindertraum.“

Live: 16.3., 20 Uhr, Uebel und

Gefährlich, Hamburg

Steffen Rüth

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