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Musik Jimmy Gee — Elmenhorster Rocker mit Herz
Nachrichten Kultur Musik Jimmy Gee — Elmenhorster Rocker mit Herz
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00:01 24.04.2014
Jimmy Gee: Seinen richtigen Namen verrät er nicht. Quelle: Promo

Tattoos, Totenkopfringe, schwarze lange Haare, schwarzes Outfit, gezwirbelter Bart, Kajal unter den Augen — Jimmy Gee ist ein Rocker, so richtig „Sex, Drugs and Rock‘n‘Roll“ würde man denken, wenn man ihn auf der Straße sieht. Doch nun sitzt er im Café, genießt das Würzfleisch, macht Witze über die unhandliche Zitronenpresse und trinkt Cola light. Nichts mit Sex, Drugs and Rock‘n‘Roll? „Ich brauche das nicht. Viele wollen sich damit in das Gefühl des Rock ‘n‘ Roll katapultieren, aber ich bin da schon drin“, sagt der 35-jährige Musiker, der das letzte Mal mit 19 Alkohol getrunken hat und angeblich nie Drogen nahm. Und was ist mit Sex? „Nach Konzerten bekomme ich eindeutige Angebote von Frauen“, verrät Jimmy Gee. Aber aus Kalkül bleibt der Rocker hart: „Es ist verlockend, aber wenn ich unerreichbar bin, dann haue ich meinen Marktwert extrem in die Höhe und umso schärfer sind die Frauen auf mich.“

Jimmy Gee wuchs in Elmenhorst bei Rostock auf und fiel schon immer auf: „Ich war der erste Junge im Dorf, der eine Kette umhatte — das war ein Skandal.“ Als seine Mutter ihm mit elf Jahren „Help“ von den Beatles auf dem Plattenspieler auflegte, war für ihn klar, dass er Musiker werden wollte. „Meine Familie hat gelitten, sie haben sich geschämt, weil ich brotloser Kunst nachging“, sagt der Multiinstrumentalist. Akzeptanz für seinen Berufsweg erfährt der Rocker erst seit zwei Jahren: „Mein Vater sah mich auf der Zappanale vor zwei Jahren spielen. Seitdem ist er überzeugt.“

Nur die Mutter unterstützte ihn von Anfang an. „Sie hat mir meine erste E-Gitarre besorgt, davon wusste mein Vater nichts. Oder die Gesangsanlage für 4000 Mark — die habe ich heute noch“, sagt der Rocker und seine Ironie weicht herzlichem Gefühl. „Meine Mutter war Künstlerin und auch ein bisschen anders, so wie ich“, sagt Jimmy Gee. Als Jimmy mit 21 Jahren beschloss, für seine Karriere nach Berlin zu ziehen, war es ganz schwer: „Es brach ihr das Herz, wir waren sehr eng verbunden.“ Live: 2. Mai, 19.30 Uhr, Mau Rostock, Warnowufer 56, Eintritt: 10 / 15 Euro



Tracy Sawallich

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