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Musik Kele Okereke feiert Familie
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00:00 12.10.2017

Als Frontmann der britischen Indie-Rockband Bloc Party lässt Kele Okereke das Publikum tanzen. Als Solo-Künstler schwingt er jetzt auf Akustik und leisere Töne um – Schlaflied fürs Töchterchen und Liebesbekundung für den Partner inklusive.

Kele Okereke, Sänger der Band Bloc Party Quelle: Foto: Lusa/dpa

Kleine Zeitreise: Um 2005/6 sind britische Jungs in engen Hosen, Punk-Attitude und E-Gitarren nicht aus der Musikszene wegzudenken. In der Playlist auf keinen Fall fehlen dürfen Bloc Party mit Hits wie „Banquet“ oder „Helicopter“ und mit Frontmann Kele Okereke. Über zehn Jahre später legt Kele nun sein drittes Solo-Album vor. Und das hat so gar nichts mehr mit dem geschwinden Indierock Bloc Partys zu tun.

Auf „Fatherland“ entschleunigt Kele. Er greift zur Akustik-Gitarre. Es klingt nach Folk, Soul, Blues. Streicher, Klavier, Blechbläser sind dabei. Kele stellt mit der Platte seine Qualitäten als Singer-Songwriter unter Beweis. Dass er auch Club-Nummern kann, demonstrierte er bereits auf elektro-lastigen Vorgängeralben. Nick Drake, Joni Mitchell und Al Green zählt Kele als Einflüsse für das neue Album auf. Mehr noch dürften ihn aber persönliche Entwicklungen beeinflusst haben.

Die Aussicht, Vater zu werden, sei Ausgangspunkt für das Album gewesen, erklärte Kele in einem Webchat für den britischen „Guardian“. „Die Idee für den Albumstil kam mir, weil ich dachte, es sei schön, ein Album mit Schlafliedern für meine Tochter zu machen.“ Besagte Tochter kam im Dezember zur Welt. Mit „Savannah“ widmet Kele ihr dann auch einen ganzen Song.

Mit „Fatherland“ hat Kele einen Ruhepol für aufwühlende Zeiten geschaffen. Das Album habe er in einer entspannten Phase aufgenommen, erklärte er im „Guardian“-Chat. Aber in einer Welt mit Donald Trump als US-Präsident fühle er keine Entspannung, sondern Wut. „Und das, woran ich aktuell arbeite wird dieser Wut deutlich Ausdruck verleihen.“

Marie Frech

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