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Musik Laing wollen nur unterhalten
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00:00 21.03.2013
Die vier Berlinerinnen der PopGruppe Laing.

Richtig Zeit und Muße zum Auspennen hatte Nicola Rost jetzt schon länger nicht mehr. Ein Interview-Termin folgt dem anderen.

Nicola, 28 Jahre alt, ist Gründerin, Motor und Gehirn von Laing. Zur Welt kam sie in Mannheim, mit 15 zog sie mit ihrer Familie nach Berlin, wo sie seitdem lebt. Der Bandname ist der Mädchenname ihrer Mutter. „Meine Familie väterlicherseits war etwas pikiert. Aber ich wollte ein Wort, das neutral ist. Das ging mit Laing, aber das ging nicht mit Rost.“

Buchstäblich über Nacht wird die Band in ganz Deutschland bekannt, und zwar in jener vom 26. auf den 27. September. Bei Stefan RaabsBundesvision Song Contest“ kommen Laing, die für Sachsen angetreten sind, mit „Morgens immer müde“ sensationell auf Platz Zwei, nur Xavier Naidoo und Kool Savas holen mehr Punkte.

Laing sind zu viert, live zu fünft. Nicola Rost, Atina Tabiei Razligh, Johanna Marshall singen, Marisa Akeny ist für Tanz und Choreographie zuständig, auf der Bühne stößt Schlagzeugerin Ketan Bhatti hinzu. Nicola, die höchstens mal im Schulchor gesungen hat, gründet die Gruppe 2007, mehr so nebenbei. „Ich habe Politik studiert. Ich hatte nie den Plan, Musikerin zu sein.“

In strengen Kostümen und sitzend erinnern sie beim Bundesvision-Auftritt an Kraftwerk, auch musikalisch hat man sich einiges bei den Pionieren abgeguckt, den Minimalismus, die Elektronik, die ganze Ästhetik. Laing sind ein Gesamtkunstwerk. Ein Aushängeschild wollen sie jedoch nicht sein. Weder für Multikulti noch für Feminismus — selbst wenn das eigene Label sie als „Mädchengang, selbstbewusst und sexy“ charakterisiert.

„Wir wollen keine Aushängeschilder für den modernen Kampf der Geschlechter sein“, stellt Nicola Rost klar. „Wir wissen, dass es Unterschiede gibt und nicht alles fair ist, aber wir sind nicht auf Konfrontation aus. Wir wollen höchstens inspirieren und vor allem: gut unterhalten.“ Steffen Rüth

OZ

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