Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Musik Mayer Hawthorne verneigt sich vor alten Meistern
Nachrichten Kultur Musik Mayer Hawthorne verneigt sich vor alten Meistern
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
03:34 29.08.2013
Kleidet sich gerne extravagant: Mayer Hawthorne (34). Quelle: promo
Anzeige

Die Tage des Mayer Hawthorne als Geheimtipp dürften gezählt sein. Wer Justin Timberlake, Daft Punk oder Robin Thicke mag, wird an diesem lässigen Mittdreißiger aus Michigan und seinem dritten Album „Where does this Door go“ weder vorbeikommen können noch wollen.

„Jeder Mann, der behauptet, ein Kenner der weiblichen Gefühlswelt zu sein, ist ein verfluchter Idiot“. Mayer Hawthorne lacht schallend am südkalifornischen Ende der Telefonleitung, die Frau an sich, das wird im Gespräch sehr schnell deutlich, ist ihm als Musiker und Mensch ein echtes Herzensanliegen. „Der Versuch, die Mädchen zu verstehen, ist eine Lebensaufgabe. Ich hatte das Glück, hinreißende Erfahrungen mit Frauen gemacht und von jeder etwas gelernt zu haben. Doch die Suche nach dem finalen Gegenstück dort draußen, das ist das kniffligste Puzzle der Welt.“ Der Song „The only One“ befasst sich mit dem Thema eines zumindest theoretisch möglichen „Für-Immer“, während Hawthorne gleich reihenweise, so in „Back Seat Lover“, „Wine Glass Woman“ oder „Corsican Rosé“, über seine Kernkompetenz — den amourösen Schnappschuss — singt.

„Where does this Door go“ heißt das Album, auf dem alle diese souligen, verführerischen und auch sehr humorvollen Nummern versammelt sind. Es ist bereits das dritte des als Andrew Mayer Cohen in Ann Arbor in Michigan geborenen 34-Jährigen, und es ist sein bis dato modernstes und zeitgenössischstes. „Mein Sound ist an die alten Meister angelehnt“, stellt Hawthorne klar. Die neuen Songs sind folglich immer noch leicht retro, aber nicht zuletzt dank Mitstreitern wie Kendrick Lamar („Crime“), Jessie Ware („Her favorite Song“) und dem aktuell sehr fleißigen Pharrell Williams („Reach out Richard“) doch auch sehr knackfrisch. Mit seiner Falsetto-Stimme erinnert Mayer etwas an Philip Bailey, den Sänger der legendären Earth, Wind & Fire, oder auch an Justin Timberlake, doch sind die Lieder cooler, erwachsener, abgehangener, lässiger, weniger offensichtlich auf Radiohit getrimmt als die des Kollegen.

Album „Where does this Door go“

Steffen Rüth

Wer wie B-Tight exorbitant dicke Eier hat, dass er sie in einer Schubkarre vor sich herschieben muss, der hat auch eine Menge darüber zu erzählen, was er damit anfangen kann.

29.08.2013

Das Berliner Duo 2raumwohnung kehrt auf der neuen Platte „Achtung fertig“ zu alten elektronischen Wurzeln zurück.

29.08.2013

Wie sakral ist das denn?! Quasi-gregorianische Männerchorgesänge und Orgelbombast in Stahl-(Saiten)-Gewittern — so heftig klingen Powerwolf auf ihrem Album.

29.08.2013
Anzeige