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Michelle Obama initiiert Charity-Song

Austin Michelle Obama initiiert Charity-Song

Für ihr Herzensprojekt, die Bildungschancen von Mädchen zu verbessern, setzt Michelle Obama auf Stars und Frauenpower. Die First Lady verrät aber auch, warum sie nicht US-Präsidentin werden will.

Austin. Die amerikanische First Lady Michelle Obama (52) hat weibliche Stars wie die Rapperin Missy Elliot (44) und die Popsängerin Kelly Clarkson (33) rekrutiert, um mit einem Charity-Song die Bildungschancen für Mädchen weltweit zu verbessern.

„Es gibt heute noch immer 62 Millionen Mädchen, die nicht in der Schule sind“, sagte die Frau von US-Präsident Barack Obama am Mittwoch auf dem South-by-Southwest-Festival (SXSW) im texanischen Austin. Die Erlöse des Lieds „This Is For My Girls“ sollen an ihre Kampagne „Let Girls Learn“ („Lasst Mädchen lernen“) gehen. Komponiert wurde es von der Grammy-Preisträgerin Diane Warren.

Das Thema Bildung für Mädchen ist für Obama eine persönliche Herzensangelegenheit. „Als ich als schwarzes Mädchen im Süden Chicagos aufgewachsen bin, wo die Erwartungen gering sind, war ich umgeben von Menschen, die mir sagten, was ich nicht machen kann. Die mir immer sagten, wie weit ich träumen darf“, sagte sie. „Meine Reaktion war, den Zweiflern zu zeigen, dass sie falsch liegen.“ Es gebe aber viele junge Menschen, vor allem junge Mädchen, deren Träume und Chancen durch die negative Energie ausgebremst werden. 

Mit ihrer Kampagne will Obama vor allem Mädchen aus Entwicklungsländern den Weg zu Bildung öffnen. Sie umfasst Hunderte kleine Projekte, die unter anderem verhindern sollen, dass die Mädchen vorzeitig mit der Schule aufhören. 

Für die Komponistin Warren, die bereits für Aerosmith („I Don’t Want to Miss a Thing“) oder Céline Dion („Because You Loved Me“) Hits geschrieben hat, ist es eine große Ehre, bei diesem Projekt dabei zu sein, wie die 59-Jährige in Austin sagte. „Die Kraft der Musik berührt jeden.“ 

Die Rapperin Missy Elliot, eine der wenigen weiblichen Superstars im Hip-Hop, sagte, der Song ermutige junge Mädchen, „alles zu erreichen“. Moderiert wurde die Veranstaltung von ihrer Kollegin Queen Latifah. „Im Hip-Hop fehlen die Frauen“, sagte diese. Es gebe so vieles, dass besser wäre, wenn Männer und Frauen es zusammen machen würden. „Das macht unsere Welt besser und reicher.“

Den emotionalsten Moment hatte die Veranstaltung aber, als Queen Latifah die First Lady fragte, ob sie für das Amt des US-Präsidenten kandidieren würde - und dafür tosenden Applaus erntete. Doch die 52-Jährige lehnte ab. „Ich habe da diese beiden jungen Menschen zu Hause“, sagte sie. „Und hey, denkt daran, es ist nicht so einfach, die Töchter des Präsidenten zu sein.“ Aber Sasha (14) und Malia (17) gingen gut damit um. Sie wolle sich jedoch weiter engagieren und Verantwortung übernehmen. Es gebe so vieles, was man auch außerhalb des Weißen Hauses machen könne.

dpa

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