Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Musik Mumford & Sons - 12.000 Fans feiern neuen Sound beim Tourauftakt
Nachrichten Kultur Musik Mumford & Sons - 12.000 Fans feiern neuen Sound beim Tourauftakt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:38 15.05.2016
Anzeige
Hamburg

Eine Band, drei Alben, eine unnachahmliche Erfolgsgeschichte - und man kann mit ansehen, wie die Stimmung in einer ausverkauften Halle mit 12.000 Fans aller Altersklassen überkocht. Der Tourauftakt von Mumford & Sons in Hamburg ist einer dieser Abende.

In der Barclaycard Arena wünscht man sich ausnahmsweise mal ein offenes Dach, um die Songtexte in einen klaren Sommerhimmel hinein mitzusingen. 

Mit einem verschmitzten „Guten Abend“ beginnt das britische Quartett die Show am Freitagabend und es dauert nicht lange, bis die Fans bis die hintersten Reihen der Oberränge aufstehen und tanzen. Schon beim ersten Anflug etwas rockigerer Töne jubeln die Fans. Dabei wurden noch vergangenes Jahr nach Veröffentlichung des dritten Albums „Wilder Mind“ vor allem auch kritische Töne laut, die Band hätte den so einzigartigen „Straßenmusiker“-Sound der zwei vorherigen Alben gegen Mainstream-Melodien á la Coldplay eingetauscht.

Doch die Gruppe um Leadsänger und Multiinstrumentalist Marcus Mumford beweist an diesem Abend, dass sie trotz ihrer musikalischen Weiterentwicklung die Fans auch nach wie vor in ihren Bann zu ziehen vermag. Das Banjo ist nun eine E-Gitarre, der Kontrabass ein E-Bass und es klingt fast so, als wären sie mit ihrem Sound, der einst dem Mittleren Westen der USA zu entspringen schien, weitergezogen. Nun spielen sie in einer synthetisierten, schnelllebigeren Metropole, in der im Szeneclub ihr vierstimmiger, mit Pathos beladender Folk-Rock rhythmisch die Zuschauerreihen durchzieht.   

Dass an diesem Abend einfach alles zu passen scheint, ist jedoch auch dem unsagbar stimmgewaltigen Leadsänger Marcus Mumford zu verdanken, der Live noch besser klingt als auf Platte. Zudem präsentiert er sich als Weltstar ohne Berührungsängste, absolviert eine Runde durch die Halle, klatscht seine Fans an den Gängen ab und „pogt“ dann vor der Bühne in der Menge.

Zum Ende hin holt er eine Deutschlandfahne heraus und hängt sie über der Bühne auf. „We fucking love Germany“, brüllt er seinen Fans entgegen. Beim letzten Song entzündet die Band dann einen goldenen Pyroregen, der von oben auf die Band herunter regnet, ehe sie zu einer langen Reihe von Zugaben ansetzt.

dpa

Mehr zum Thema

US-Popstar Prince wurde noch am Tag vor seinem Tod von einem Arzt behandelt. Das ist das Ergebnis einer Durchsuchung, bei der die Polizei die Gesundheitsakten des ...

15.05.2016

Seine Band hatte 1982 mit „Da Da Da“ einen Welthit, vier Jahre später gingen die drei Pioniere der Neuen Deutschen Welle auseinander. Peter Behrens fiel in ein tiefes Loch. Am Mittwoch ist der Taktgeber von Trio gestorben.

15.05.2016

Der Rostocker Rapper ist in der Kategorie „Text Hip-Hop“ ausgezeichnet worden.

15.05.2016

Schmach für die Schweiz und Dänemark: Beide Länder fliegen im ESC-Halbfinale aus dem Wettbewerb. Australien darf dagegen nach 2015 wieder als Ehrengast im Grand-Prix-Finale mitmischen.

15.05.2016

Der Eurovision Song Contest an diesem Samstag bietet Glitzer, Pop und einen Superstar aus den USA. Für Deutschland soll Jamie-Lee ein Null-Punkte-Desaster wie letztes Jahr verhindern. Auch das ESC-verrückte Australien mischt wieder mit.

15.05.2016

Beim Eurovision Song Contest guckt Europa auf eine Schülerin aus einem kleinen Ort in Niedersachsen - und wundert sich vielleicht. Mit ihrem Manga-Stil sticht Jamie-Lee aus der Masse heraus.

15.05.2016
Anzeige