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Philipp Poisel: Songs wie Polaroids

Philipp Poisel: Songs wie Polaroids

Sechs Jahre veröffentlichte Philipp Poisel keine neue Musik. Am Freitag erscheint das dritte Studioalbum des schwäbischen Songwriters.

Sechs Jahre veröffentlichte Philipp Poisel keine neue Musik. Am Freitag erscheint das dritte Studioalbum des schwäbischen Songwriters. Zunächst einmal: „Mein Amerika“ ist kein typisches Poisel-Album, auch wenn es ganz klar dessen Handschrift trägt. „Das hat auch mit einer Reminiszenz an die 1980er Jahre zu tun“, sagt der 33-Jährige. So gibt es weniger Akustisches zu hören. Stattdessen einen voluminösen Bandsound und elektronische Elemente.

Aufgenommen wurden die meisten der zwölf neuen Songs in den berühmten Blackbird Studios in Nashville (Tennessee), wo bereits Poisels Vorbilder wie James Bay oder die Kings of Leon gewirkt haben. Das Skelett der Lieder sei bereits vor der Reise entstanden, das Fleisch und Blut dann in Amerika hinzugekommen. Das neue Album handelt vom Land der Mythen und Möglichkeiten, des Aufbruchs und der Freiheit. Es handle vom Amerika seiner Kindheit, so Poisel. Für den Künstler sind die USA nach wie vor ein Sehnsuchtsort, da kann auch der neue US-Präsident Donald Trump nicht dran rütteln. „Mein Amerika-Traum ist unabhängig vom aktuellen Zeitgeschehen“, sagt Poisel. „Die Songs sind wie Polaroids. Aufnahmen von Momenten“, erklärt der Musiker. Sie handeln oft vom Zwischenmenschlichen, wie etwa in der ersten Single-Auskopplung „Erkläre mir die Liebe“. Immer wieder geht es ums Bleiben und ums Gehen.

Eine nostalgische Erinnerung an die Jugend ist „Zum ersten Mal Nintendo“. Und: „Ich hätte auch noch fünf weitere Jahre weitertüfteln können“, sagt der 33-Jährige über den Schaffensprozess. Neu war, dass er diesmal nicht im Alleingang gewirkt hat, sondern mit der Band. „Dazu gehört auch, dass man sich auseinandersetzt und diskutiert.“ Jenny Tobien Philipp Poisel „Mein Amerika“ (Grönland Records), ab 17. Februar erhältlich

OZ

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