Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Musik Popnudeln und Heiratsanträge: Der Echo in Berlin
Nachrichten Kultur Musik Popnudeln und Heiratsanträge: Der Echo in Berlin
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:42 29.03.2014
Helene Fischer moderiert den Echo. Foto: Jens Kalaene
Berlin

Helene Fischer juxte mit einem Wahlscheiben-Telefon als Ersatz für eine Handykamera mit The BossHoss, Shakira lächelte ins Smartphone eines Reporters: Die von Stars selbstgeschossenen Selfies bei der Echo-Verleihung standen als Symbol für die Gala am Berliner Funkturm.

Denn die Musikbranche feierte am Donnerstagabend vor allem eines - sich selbst. Gleich im Dutzend tauchten im Kurznachrichtendienst Twitter Schnappschüsse der Promis während der Feier auf.

Zwar waren neben Pop-Ikone Shakira und Weltstar Kylie Minogue auch James Blunt und Bob Geldof in die Hauptstadt geflogen. Doch bei all den Promis - am Ende gehörte die Nacht jedoch der Schlagerkönigin und Moderatorin Helene Fischer. Die 29-Jährige bekam zwei Trophäen und führte routiniert durch die vom „Ersten“ live übertragene Show.

Im weißen Body tanzte Fischer zum Auftakt auf einer Hebebühne, später stimmte sie mit James Blunt ein Duett an. Als ihre Platte „Farbenspiel“ zum Album des Jahres gekürt wurde, tat Fischer etwas überrascht. „Ich war darauf gar nicht vorbereit“, versicherte sie. Und dann gewann sie auch noch in der Schlager-Kategorie. Vor dem Publikum dankte sie dann ihren Eltern: „Die sind immer an meiner Seite.“

Vom Newcomer Adel Tawil („Lieder“) bis zum Hip-Hopper Max Herre - mit Ausnahme von Fischer und dem Schweden Avicii („Wake Me Up“) war der Abend eine Gala der Ein-Preis-Gewinner. Die Britin Birdy nahm ihren Echo im kurzen Overall ganz schüchtern entgegen. Entertainerin Ina Müller freute sich dagegen schrill: „Damit ist der Pop eindeutig in den Wechseljahren angekommen“, sagte die 48-Jährige. Robbie Williams ließ sich gar aus Los Angeles in einem Video-Beitrag zu einem Geständnis hinreißen: „Deutschland, willst du mich heiraten? Ich liebe dich.“

Doch Bussi hin, Glamour her: Am Ende erwies sich die Show als Starparade am Laufband. Ob Kylie Minogue oder Jan Delay, die Fantastischen Vier oder die ESC-Kandidatinnen von Elaiza - wie am Schnürchen spulten die Veranstalter ihre Nummernrevue ab, es gab selten berührende Momente.

So wurde es erst wirklich mit Peter Maffay emotional. Dem Altrocker schossen Tränen in die Augen, als er für seine Stiftung zugunsten traumatisierter Kinder und Jugendlicher geehrt wurde. „Ich glaube, das ist der schönste Augenblick in dieser Art, den ich erlebt habe“, sagte Maffay. „Das ist eine sehr, sehr große Ehre.“

Für die Show hatte die Musikindustrie groß aufgefahren und erst am Tag vorher Shakira angekündigt. Die Pop-Ikone stellte dann ihren neuen Song „Can't Remember to Forget You“ vor. Max Raabe hatte sie frech als „rattenscharfe Popnudel“ angekündigt. In der Tat: Über ihrem schwarzen Body flatterten bei jedem Hüftschwung transparente Fransen.

Gastgeberin Fischer nahm sich selber zum Abschluss selber noch auf die Schippe. Sie erinnerte an ihren Versprecher bei der Bambi-Gala, als sie sich kurz beim Echo wähnte. Am Donnerstagabend verabschiedete sie sich dann mit den Worten: „Das war ein Abend voller Glücksmomente - der Bambi 2014.“


Echo-Verleihung 2014



dpa

Der Paradiesvogel unter den Jazz-Sängern hat es nicht leicht. Fast nie wird Roger Cicero nur nach seiner Musik bewertet.

31.03.2014

Rod Stewart sieht sich immer noch als Revolutionär. „Wir reißen als alte Kerle Barrieren nieder“, sagt der 69-Jährige mit wilder grauer Mähne über seine Musiker-Generation.

31.03.2014

Zwischen Freudentaumel und Starrummel: Seit dem Überraschungssieg beim deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest geht es für die Newcomer von Elaiza drunter und drüber.

31.03.2014