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Musik Retro-Romantik: Tom Hickox und The Hosts
Nachrichten Kultur Musik Retro-Romantik: Tom Hickox und The Hosts
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10:54 03.04.2014
Berlin

Scott Walker, Roy Orbison, Leonard Cohen, Richard Hawley - diese illustre Reihe möchten die britischen Sänger Tom Hickox und Tom Hogg (von der Band The Hosts) gern fortsetzen. Genug Talent haben beide zu bieten.

Besonders spektakulär ist die Stimme von TOM HICKOX auf seinem Debüt „War, Peace And Diplomacy“ (Fierce Panda/Cargo): Ein warmer, in den neun Liedern spürbar unterforderter Bariton, der durch sinfonisch-schwermütige Arrangements gleitet. Diese Musik kann man sich ebenso gut in einem plüschigen Club vorstellen wie in Londons Royal Albert Hall mit großer Orchester-Begleitung.

Der Apfel fällt ja auch nicht weit vom Stamm: Toms Vater Richard Hickox war einer der renommiertesten britischen Klassik-Dirigenten - daher wohl die Vorliebe des Sohnes für üppige Streichersätze und Cinemascope-Stimmungen. Ohne gute Songs wäre das nur hohles Pathos, aber an guten Songs mangelt es Tom Hickox zum Glück nicht.

Ob mit der Sehnsuchts-Ballade „Let Me Be Your Lover“, dem Polit-Drama „A Normal Boy“ oder dem traurigen „The Lisbon Maru“ - dieser Pianist, Sänger und Songwriter aus dem Londoner Stadtteil Camden versteht sein Handwerk. Dass es Hickox im abschließenden „Good Night“ mit dem Bombast etwas übertreibt - geschenkt. Von diesem Britpop-Crooner ist noch einiges zu erwarten.

Das gilt auch für THE HOSTS, die junge Band aus Sheffield um den charismatischen Sänger Tom Hogg. Der legt schon mit dem Opener „Wouldn't You Be Blue“ im Stil der 50er-Jahre-Schmachtfetzen eines Roy Orbison mächtig los und nähert sich danach den samtigen Balladen und Midtempo-Songs seines erklärten Vorbildes Richard Hawley.

Insgesamt fehlt dem romantischen Hosts-Debüt „Softly, Softly“ (Fierce Panda/Cargo) zwar noch die ganz spezielle eigene Note. Hier und da wirkt die Doo-Wop-Nostalgie etwas dick aufgetragen oder klingt auch mal schlagerhaft („The One“). Doch wie furchtlos und selbstbewusst Hogg hier in knapp 37 Minuten seine zehn Songs rausschmettert (am schönsten im aufgekratzten „Wake Up“), das nötigt Respekt ab. Auch dieses Retro-Pop-Debüt fällt also durchaus vielversprechend aus.


Website Tom Hickox
The Hosts bei Facebook



dpa

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