Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 5 ° wolkig

Navigation:
„Rock am Ring“ ist kein Fall für den Staatsanwalt

Unwetter bei Festival „Rock am Ring“ ist kein Fall für den Staatsanwalt

Bei Blitzeinschlägen auf dem Gelände von „Rock am Ring“ wurden Anfang Juni 71 Menschen verletzt. Das Sicherheitskonzept und der „Alarmplan Unwetter“ waren aber in Ordnung, befindet die Staatsanwaltschaft Koblenz. Auch 2017 wird es das Festival geben.

Koblenz. Das Verhalten von Veranstaltern und Behörden nach den Blitzeinschlägen beim „Rock am Ring“ ist kein Fall für den Staatsanwalt. Zu diesem Ergebnis kam die Staatsanwaltschaft Koblenz am Dienstag, die nach einer anonymen Strafanzeige geprüft hatte, ob Ermittlungen aufgenommen werden müssen.

Bei dem Unwetter auf dem Gelände des Rockfestivals in Mendig bei Koblenz wurden Anfang Juni 71 Menschen verletzt, mehrere von ihnen schwer. Auch im kommenden Jahr wird es nach Angaben einer Sprecherin des Veranstalters Marek Lieberberg wieder einen „Rock am Ring“ geben; Details soll es Anfang Oktober geben.

Nach den bisher bekannten Umständen gebe es keine Anhaltspunkte für den Verdacht der fahrlässigen Körperverletzung seitens der Veranstalter oder der Genehmigungsbehörde, teilte die Anklagebehörde am Dienstag mit. Zu den geprüften Unterlagen gehörten das Sicherheitskonzept und ein „Alarmplan Unwetter“. Es könne nicht davon gesprochen werden, dass das Sicherheitskonzept unzulänglich gewesen sei oder dass die Verantwortlichen Warnungen des Deutschen Wetterdienstes nicht ausreichend beachtet oder die deswegen erforderlichen Maßnahmen nicht getroffen hätten.

„Zu berücksichtigen ist in diesem Zusammenhang, dass Veranstaltungsbesucher im Fall einer Warnung vor einem drohenden Unwetter auch selbst eine Verantwortung dafür tragen, sich drohenden Gefahren zu entziehen, soweit dies nach den Umständen der Veranstaltung möglich ist“, erklärte die Staatsanwaltschaft. Die Blitze schlugen gleich am ersten Abend des Festivals ein. Starkregen zerstörte viele Zelte. Auch am zweiten Tag war das Musikprogramm stundenlang unterbrochen. Am Abend konnten dann doch noch Zehntausende Rockfans den Red Hot Chili Peppers zujubeln, ehe das Festival danach vorzeitig abgebrochen wurde.

Konzertveranstalter Marek Lieberberg sprach von einem Fall „höherer Gewalt“. Er beugte sich schließlich den Behörden, die wegen fortgesetzter weiterer Gewitterfronten auf einen Abbruch gedrängt hatten.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Insel Usedom
Er konnte Musiker mitreißen und war auch politisch ein geachteter Mann: Kurt Masur

Eine Fotoausstellung in der Villa „Irmgard“ würdigt ab Sonntag den Jahrhundertdirigenten und Humanisten

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Musik
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Serie, Weltkrieg, erster Weltkrieg, zweiter Weltkrieg Teaser der den User auf die Sonderseiten zum Thema Weltkrieg führen soll image/svg+xml Image Teaser Weltkrieg 2015-09-23 de Serie Erinnerung an Weltkriege Alle Beiträge und Bildergalerien zum Thema sowie Infos zu Ausstellungen und Museen finden Sie auf unseren Sonderseiten. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier. > Erster Weltkrieg > Zweiter Weltkrieg 1914 bis 1918 1939 bis 1945
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.