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Musik „ShePOP - Frauen.Macht.Musik“ in Gronau
Nachrichten Kultur Musik „ShePOP - Frauen.Macht.Musik“ in Gronau
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15:22 06.03.2013
Der Katalog zur Ausstellung ShePop Frauen.Macht.Musik im Rock'n'Popmuseum in Gronau. Foto: Caroline Seidel
Gronau

. Nur in Japan, da habe sie zwar ohne Ende Platten verkauft, aber als sie in den 80er Jahren auf Tournee wollte, hätten die Japaner das abgelehnt. „Eine Frau, die auf der Bühne rumschreit, das wollten die Japaner nicht. Ich durfte nicht auftreten“, erzählt die blonde Rockröhre.

In ihren typischen Lederklamotten hat Doro Pesch am Freitag im münsterländischen Gronau eine Sonderausstellung zu Frauen in der Rock- und Popmusik eröffnet. Das rock'n'popmuseum beleuchtet bis zum 8. September die Rolle von Frauen in dieser schillernden Welt. Unter dem Titel „ShePOP - Frauen.Macht.Musik“ präsentiert das Museum, wie stark sich die Szene im Laufe der Jahrzehnte verändert hat. Konzipiert ist die Schau mit Blicken aus drei Perspektiven: vor, auf und hinter der Bühne.

Als Part im Zuschauerraum vor der Bühne werden Fans, Journalistinnen und Fotografinnen gezeigt. Madonna und Co. stehen für den Part auf der Bühne. In Gronau sind auch Vorkämpfer zu sehen, wie The Ray Dolls aus Duisburg, die nicht als Musikerinnen vermarktet wurden, sondern als reine Sex-Objekte. „Viermal Sex und Beat“ ist auf einem Plakat für ihren Auftritt zu lesen. Heute spielen Frauen nicht nur auf der Bühne, sondern auch dahinter längst wichtige Rollen - zum Beispiel als Musikproduzentinnen wie die Deutsche Annette Humpe.

Zu sehen ist auch Original-Kleidung. Madonnas Brautkleid oder ein knapp geschnittenes Bühnen-Kostüm von Christina Aguilera gelten dabei als Sinnbild für Provokation. Auch eine Winterjacke von Janis Joplin ist Teil der Ausstellung. Bizarr ist eine Plastik aus einem Gipsabdruck von Jimi Hendrix' Penis. Die Schmuddelecke in Gronau ist Höhepunkt einer Ausstellung, die an manchem Punkt Tiefe, ein paar Erklärungen und den Schritt zur Gegenwart vermissen lässt.

Edelgroupie Cynthia Plaster Caster, mit richtigem Namen Albritton, hat sich als Fan einen Spaß daraus gemacht, immer wieder Abdrücke vom besten Stück ihrer Stars und Bettpartner zu fertigen. Der berühmteste gelang ihr von Hendrix. Ein Nachguss bleibt jetzt im Fundus in Gronau. Der Zugang in diesen sehr intimen Fanbereich ist allerdings nur Erwachsenen erlaubt. „Die Amerikanerin Albritton hat ganz klar die Verhältnisse umgekehrt. Sie hat von den Stars als Objekten gesprochen“, sagt die Musikwissenschaftlerin und Kuratorin Monika Bloss von der Universität Oldenburg.

Thomas Mania vom rock'n'popmuseum hatte die Idee zur Schau vor eineinhalb Jahren. „Damals gab es Diskussionen um Frauenquoten und Kopftücher. Ich wollte einfach wissen, wie es um die Frauenrolle in der Musik bestellt ist.“

dpa

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