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Musik Solides Comeback von The Jesus And Mary Chain
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00:00 23.03.2017

Zwei britische Brüder in einer Band, beide rauflustig und mal mehr, mal weniger verfeindet: Wer denkt da nicht an Liam und Noel Gallagher von Oasis? Diese durchaus unterhaltsame Konstellation gab es aber schon vorher, in den 80ern – bei The Jesus And Mary Chain. Auf der Insel sind Jim und William Reid Indierock-Legenden.

Jetzt sind sie zurück. Und immer noch verfehlt ihr von rohem Feedback und zuckersüßen Harmonien geprägter Sound seine Wirkung nicht – wenngleich die Frische der Noisepop-Meisterwerke „Psychocandy“ (1985) und „Darklands“ (1987) zwangsläufig nicht mehr zu erreichen ist. „Eine gute Platte aufzunehmen ist schon eine Leistung, wenn man 22 ist. Aber wenn Du das auch mit über 50 schaffst, grenzt es an ein kleines Wunder“, sagt Jim Reid dennoch gewohnt großspurig. Mit 14 Songs, für die sich die Brüder mehrfach weibliche Stimmen an die Seite geholt haben, ist „Damage And Joy“ eine pralle Wundertüte voller gepflegt-krachiger Ohrwürmer geworden. Peinlich – wie so oft bei solchen Comebacks – wird es nie. The Jesus And Mary Chain bleiben eine britische Gitarrenrock-Institution, mit „Song For A Secret“, „Mood Rider“, „Presidici“ und „Get On Home“ springen sogar noch einige neue Bandklassiker dabei heraus.

„Das letzte Mal, als William und ich gemeinsam ins Studio wollten, wurde es ziemlich hässlich und brutal“, erzählte Jim Reid dem britischen „Uncut“-Magazin. „Wohl nur deswegen haben wir uns mit Youth einen Produzenten genommen – er war eher als Schiedsrichter gefragt, wenn Gewalt drohte.“ Die Reids bleiben also bei ihrer öffentlich inszenierten Reibung – ähnlich wie die Gallaghers.

dpa

Al Jarreau 1975 in Köln, Supertramp 1979 in Paris, BJH 1980 in Berlin und U2 in Belfast, Prince 1985 in Syracuse, Michael Jackson 1987 in Tokio.

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