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Spackenrapper macht Spaßmusik

Keller Spackenrapper macht Spaßmusik

Der Berliner MC Fitti macht charmant amateurhaften Sprechgesang — und kommt damit gut an.

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MC Fitti trägt Sonnenbrille, verrät seinen echten Namen aber nicht.

„Eigentlich“, sagt MC Fitti, „bin ich komplett unmusikalisch, spiele überhaupt gar kein Instrument und kann auch nicht singen.“ Der Mann bringt somit die idealen Voraussetzungen für eine kleine Popkarriere im Sommer 2013 mit. „#Geilon“ ist der Titel des Albums, schön mit sogenanntem Hashtag also, wie man ihn von Twitter kennt. Eine seiner Nummern heißt „Whatsapper“, eine andere „#Yolo“, hier ist also alles so richtig schön Internet 3.0, Fitti macht den Soundtrack für die Generation mit Smartphone-ADHS.

Doch wer ist der Kerl überhaupt und was will er? Zunächst einmal: Über seinen wirklichen Namen weiß die Öffentlichkeit nichts und sie soll auch nichts erfahren. „Ich bin Fitti, das reicht doch“, sagt Fitti. Hört sich ja auch ganz griffig an. Sein Alter ist ebenfalls unbekannt und geheim. Da passt er auch auf. Fragt man ihn, den gelernten Kulissenbauer aus einem Dorf bei Braunschweig (das darf man immerhin wissen), wie lange er in seinem Handwerkerberuf gearbeitet hat, bevor er ins Unterhaltungsfach gewechselt ist, dann bekommt man die clevere Antwort: „Seit der Lehre.“ Punkt für Fitti. Der Umweg zu seiner Musik führte ihn über die Kunst. Fitti sprüht Graffitis, dreht kleine Videos. Zwischenzeitlich nach Berlin, Bezirk Friedrichshain, übergesiedelt, macht er ein Praktikum in einer Werbeagentur, zieht mit ein paar Ähnlichgesinnten in eine Künstler- und Kiffer-WG. Lernt Leute kennen, darunter den Produzenten Udo Zwackel, und nimmt erste Lieder auf. „#Yolo“ kommt direkt gut an, auch „Du willst sein wie Fitti“ schlägt recht hohe Wellen. Nächster Schritt: Ein ganzes Album. Zwei Jahre lang ist „#Geilon“ in der Mache. „Wir haben aufgenommen, worauf wir Bock hatten“, sagt der MC. „Ich habe weniger Grenzen und Berührungsängste als die meisten anderen Musiker.“ Seinen amateurhaft-charmanten Sprechgesang unterlegt er mit allem, was gefällt, mit Disco, Techno, HipHop.

Haupteinfluss sei Snoop Dogg, aber auch Nirvana, Guns‘n‘Roses und Eric Clapton mag er gern.

„#Geilon“ ist ein Partyalbum. Und MC Fitti ist ein Spackenrapper, der Spaßmusik macht. Und den trotzdem oder deswegen auch die coolen Kids vom Schulhof mögen. Beim „Bundesvision Song Contest“ tritt MC Fitti für Berlin an und zählt zum Favoritenkreis.

Album „#Geilon“

 

Steffen Rüth

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