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Vicky und die starken Mitklatscher

Berlin Vicky und die starken Mitklatscher

Trotz technischer Pannen macht Vicky Leandros ihr Publikum in Berlin zum Auftakt ihrer Tournee zum 50. Bühnenjubiläum zufrieden.

Berlin. Am Ende bekamen die etwa 1800 Zuschauer im ausverkauften Friedrichstadtpalast in Berlin dann doch, was sie vor allem von Vicky Leandros zum Mitklatschen wollten: die Klassiker und Ohrwürmer.

Die Rede ist von Liedern wie „Ich liebe das Leben“, „Ich hab' die Liebe geseh'n“, „Die Bouzouki klang durch die Sommernacht“ und natürlich „Theo, wir fahr’n nach Lodz“.

Die deutsch-griechische Sängerin hat am Mittwochabend ihre Jubiläumstour zur 50-jährigen Bühnenkarriere begonnen, die bis Mitte Mai 15 Konzerte umfasst.

„50 Jahre auf der Bühne - das ist Lampenfieber, Proben, Auftritte, schöne, aufregende, peinliche Momente“, sagte die nach eigenen Angaben 63-Jährige zu Beginn des Konzerts in einer Ansprache. „Es gab Begegnungen auf der ganzen Welt mit wunderbaren Menschen und Künstlern, Erfolge, Enttäuschungen, aber es gab zwei Konstanten darin. Egal, wo ich unterwegs war, ich hatte immer ein beständiges Zuhause - und dieses Zuhause ist die Musik. Und die zweite Konstante sind Sie, meine Damen und Herren.“ Es sei nicht selbstverständlich dass das Publikum einem die Treue halte, aber sie erlebe das, und das sei so schön, betonte die auf Korfu geborene Sängerin.

Der Auftakt von Leandros' Jubiläums-Tournee hatte einige Pannen, doch die erfahrene Sängerin zeigte, dass sie auch ohne den geplanten Schnickschnack gut durch ein Konzert kommt. „Ein ganz besonderer Abend - aber mir macht das Spaß“, sagte sie fast ironisch, nachdem zunächst wegen einer technischen Panne die eigentlich geplanten Einspielfilme auf Leinwänden komplett ausfielen und schließlich auch - mangels Verstärkeranschlusses - das Akkordeonsolo beim Lied „Tango d'amour“ ausbleiben musste.

Unter dem Motto „Das Leben und ich“ - übrigens ein Lied von Rosenstolz-Musiker Peter Plate, mit dem der Abend losging - präsentierte die Leandros einen Querschnitt ihres Könnens. Sie sang in fünf Sprachen (auf Deutsch, Englisch, Griechisch, Französisch und sogar Japanisch), beispielsweise den Grand-Prix-Hit „Après toi“, mit dem sie den heute Eurovision Song Contest genannten Musikwettbewerb im Jahr 1972 für Luxemburg gewann, oder aber „Blau wie das Meer (L'amour est bleu)“.

In der ersten Hälfte des Konzerts, die sie im bodenlangen schwarzen Glitzerkleid absolvierte, während es im zweiten Teil ein nur noch knielanges Kleid war, gab es einige Stücke ihres neuesten Albums „Ich weiß, dass ich nichts weiß“. So sang sie etwa das titelgebende Lied sowie die Songs „Mama, ich werde alt!“ oder auch „Ich will alles“ (in einer A-cappella-Version mit der sechsköpfigen Band). Mit Anekdoten über ihre beiden Großmütter, ihren inzwischen 91-jährigen Vater oder die Zusammenarbeit mit Xavier Naidoo (der ihr vor ein paar Jahren das Lied „Möge der Himmel“ schrieb) lockerte sie die Stimmung auf. Von den Stühlen riss es das Publikums aber erst nach der Pause und nach gut zwei Stunden Musik, als der Umweltschutz-Hit „Verlorenes Paradies“ erklang. Da gab es bei den Konzertbesuchern - größtenteils Ü60 - kein Halten mehr. Im Hochparkett tanzte ein Männerpaar, es wurde mitgeklatscht, mitgebrummt, gewippt und gegrölt. Bei den Zugaben tauchte dann auch endlich der zuvor immer wieder mit Rufen eingeforderte Lodz-„Theo“ auf.

Für das Berliner Zusatzkonzert, einen zweiten Auftritt am Sonntag, gibt es den Veranstaltern zufolge noch Tickets. Einem Fan, der ihr Blumen brachte, sagte Leandros am Mittwochabend lachend: „Sie kommen Sonntag wieder. Dann schauen wir zusammen Filme!“ Am Freitag steht aber zunächst ein Konzert in Erfurt an, am Samstag in Chemnitz. Auf dem Terminplan stehen danach außerdem Städte wie Leipzig, Köln, Düsseldorf, München, Hamburg, Hannover, Frankfurt am Main und Wien.

dpa

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