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Wettbüros sehen Italien als ESC-Gewinner

Finale in Kiew Wettbüros sehen Italien als ESC-Gewinner

Für Levina wird es hart im Song-Contest-Finale in Kiew: Die Konkurrenz ist groß, Italien wird als Favorit gehandelt. Nach Ansicht des Experten Peter Urban könnten auch andere Länder für Überraschungen sorgen.

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Francesco Gabbani will das ESC-Abenteuer vor allem genießen.

Quelle: Julian Stratenschulte

Kiew. Buchmacher sehen Italien beim ESC-Finale als Gewinner. Unter den 26 Kandidaten hat die deutsche Hoffnung Levina mit ihrem Lied „Perfect Life“ zwar den vielversprechenden 21. Startplatz. Aber wenn es nach den Wettbüros geht, wird sie beim Eurovision Song Contest (ESC) an diesem Samstag im hinteren Mittelfeld landen.

ARD-Kommentator Peter Urban vom Norddeutschen Rundfunk (NDR) sieht dennoch Chancen für die 26-jährige Levina. „Ich hoffe auf Platz 10 bis 15“, sagte er am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Kiew. Einen letzten Platz halte er für eher unwahrscheinlich. „Wir sind nach den Rumänen, das ist ja ein sehr lustiger Jodel-Beitrag, sehr farbig und bunt. Und dann kommt unser cooler, eleganter Auftritt“, meinte er mit Blick auf die Startreihenfolge bei der Show am Samstagabend (ab 21.00 Uhr im Ersten).

„Mit einer Quote von 2,30 steht der Vertreter Italiens auch nach den starken Performances von Belgien und Schweden im ersten Halbfinale und von Rumänien und den Niederlanden im zweiten Halbfinale unangefochten auf Platz eins“, teilte der Wettanbieter bwin am Freitag mit. „Mit einer Quote von 101,00 für den Sieg findet sich Deutschland auf Platz 18 im hinteren Mittelfeld und muss sich hinter Länder wie Australien, Frankreich oder Moldawien einreihen.“

Nach dem zweiten Halbfinale am Donnerstag ist sich Urban nicht sicher, ob der Italiener Francesco Gabbani mit seinem Lied „Occidentali's Karma“ auf jeden Fall gewinnen wird. „Portugal ist sehr, sehr interessant, weil es eben so anders ist. Aber vielleicht gibt es auch eine Überraschung“, sagte der legendäre ESC-Kommentator. Salvador Sobral verzichtet bei seinem Auftritt auf eine spektakuläre Bühnenshow und Background-Tänzer. Sein Lied „Amar Pelos Dois“ singt er auf Portugiesisch.

Auch das Portal oddschecker.com sieht Italien mit weitem Abstand vorne und verortet Deutschland im hinteren Mittelfeld der 26 Finalisten - immerhin besser als der letzte Platz von 2015 und 2016. Deutschland war als einer der großen ESC-Geldgeber neben Frankreich, Großbritannien, Spanien und Italien („Big Five“) bereits für das Finale gesetzt - ebenso die Ukraine, die den Musikwettbewerb im vergangenen Jahr gewonnen hatte. Die übrigen Musik-Acts mussten sich erst in den Halbfinal-Shows am Dienstag und Donnerstag fürs Finale qualifizieren.

Gabbani zeigt sich angesichts der hohen Erwartungen an seinen Auftritt gereizt. „Ich will jetzt einfach dieses großartige Abenteuer erleben ohne darüber nachzudenken, ob ich den ersten, zweiten oder irgendeinen Platz mache“, sagte er.

In diesem Jahr werden einige Länder mit Liedern in ihrer jeweiligen Muttersprache auftreten, unter anderem auch ein Duo aus der weißrussischen Hauptstadt Minsk. „Man merkt, dass ist eine sehr amerikanische Musik, so eine Folk-Rock-Musik. Und das geht auch in Weißrussisch. Und das ist auch die große Überraschung“, sagte Urban.

Die Gesellschaft für deutsche Sprache sprach sich für deutsche Liedtexte bei dem Wettbewerb aus. „Der Reiz eines solchen Wettbewerbs liegt doch in der kulturellen Vielfalt“, teilte Geschäftsführerin Andrea-Eva Ewels in Wiesbaden mit. Es gehe „nicht um Deutschtümelei, sondern um die Förderung der deutschen Sprache“.

dpa

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