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Musikschulen im Norden führen Wartelisten

Schwerin/Rostock Musikschulen im Norden führen Wartelisten

Die Musikschulen in Mecklenburg-Vorpommern erfreuen sich weiter großer Nachfrage, die Wartelisten sind lang.

Schwerin/Rostock. Die Musikschulen in Mecklenburg-Vorpommern erfreuen sich weiter großer Nachfrage, die Wartelisten sind lang. „Je nach Instrument kann es ein Jahr und länger dauern, bis ein Platz frei wird“, sagte Wolfgang Spitz, Direktor der Musikschule in Stralsund. Dort werden bis zu 1000 Schüler unterrichtet. Lange Wartezeiten gibt es auch an den Konservatorien in Schwerin und Rostock, wo über das Jahr hinweg rund 1500 beziehungsweise 1800 Schüler unterrichtet werden. Die Schulen merken auch, dass seit einigen Jahren die Geburtszahlen ansteigen – die musikalische Früherziehung erfreut sich zunehmender Beliebtheit.

 

OZ-Bild

Übungsstunde am Schweriner Konservatorium

Quelle: Jens Büttner/dpa

Die Vorsitzende des Landesverbands der Musikschulen, Christiane Krüger aus Ueckermünde, geht davon aus, dass im neuen Schuljahr wieder rund 22000 Schüler an den 18 öffentlichen Musikschulen unterrichtet werden. „Alle Schulen haben wieder die staatliche Anerkennung bekommen.“

Ein Dauerproblem der meisten Schulen sei die geringe finanzielle Ausstattung, die sich in einem hohen Beschäftigungsanteil von Honorarkräften niederschlage, so Krüger. „Das macht die Arbeit unheimlich kompliziert.“ Keine allgemeinbildende Schule könne es sich leisten, mit einem Anteil von 50 oder 60 Prozent Honorarlehrern zu arbeiten. Das Problem der nächsten Jahre werde sein, dass viele hauptamtliche Lehrer in den Ruhestand gehen. „Aber junge Lehrer können nicht mit Honorarverträgen nach MV gelockt werden.“

Im Mittelpunkt des Unterrichts aller Schulen stehen die klassischen Musikinstrumente wie Klavier, Geige oder Gitarre. Aber die Lehrer zeigen sich neuen Trends gegenüber aufgeschlossen, um junge Leute an die Musik heranzubringen, betonte Christina Lüdicke, Vizechefin des Schweriner Konservatoriums. Eine dieser Neuerung ist „iKONs – Musik machen mit dem iPad“. Dabei kann mithilfe verschiedener Apps komponiert, arrangiert, aber auch auf dem Tablet gespielt werden. Der Vorteil: Musikalische Vorkenntnisse und Notenkenntnisse werden nicht vorausgesetzt, nur eigene Ideen.

OZ

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