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Kultur Nach den Puhdys: Dieter „Maschine“ Birr legt mit „Neubeginner“ drittes Solo-Album vor
Nachrichten Kultur Nach den Puhdys: Dieter „Maschine“ Birr legt mit „Neubeginner“ drittes Solo-Album vor
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00:00 29.09.2016

Dieses Mal war alles ein bisschen anders. Sagt Dieter Birr: „Meist ist bei mir zuerst die Musik da – dann kommt der Text. Jetzt war es bei vielen Songs andersherum.“ Jetzt heißt „Neubeginner“ und ist, nach dem missratenen „Intim“ (1986) und dem gelungenen „Maschine“ (2014), das dritte Solo-Album vom Puhdys-Frontmann.

Zwölf Songs (zwei Bonustracks gibt es nur bei Mediamarkt- und Saturn-Exemplaren), von denen – zweite Neuheit – die meisten Texte nicht von Dieter Birr stammen. Sechs steuerte Heinz Rudolf Kunze bei, drei Gisela Steineckert, einen Elzbieta Steinmetz. Die Elaiza-Frau überraschte Skeptiker Dieter Birr. Sein Grundsatz „Ich schreibe meine Musik lieber selbst“ ging baden. Elzbieta sollte nur Lyrics liefern, kam aber mit einem kompletten Demo-Song. Birr: „Erst war ich nicht sicher, ob das funktioniert.“ Hat es aber. „So viel erlebt“ ist das erste gelungene Stück auf „Neubeginner“: ein poetischer Text über Lebenswege, der durch die Pedal-Steel-Gitarre gefühlig aufgeladen wird. Das Duett Dieter Birr/Elzbieta klingt fantastisch. So wunderbar wie das Duett mit Dirk Michaelis, „Zwei Hände mehr“.

Gisela Steineckert schrieb den Text über die Kraft von Freundschaft, zu der Birr die Musik lieferte, die mit Flöten, sanften Drums und singendem Keyboard ein Traum ist. Was nicht auf alle Lieder zutrifft, aber das ist ja schon immer die Crux aller Alben. „Helden meiner Generation“, die erste Single-Auskopplung, wirkt – wie auch der Opener „Neubeginn“ – leicht unbeholfen und ist viel zu dumpf-bassig eingespielt. Aber es sind typische Birr-Nummern, die an die Puhdys denken lassen. „Es sollte nicht nach Puhdys klingen, aber meine Stimme und meine Art, Musik zu schreiben, ist eben Puhdys. Da kann ich nichts machen.“

Seit Februar 2015 entstanden über mehrere Monate im Studio von Ingo Politz, mit Uwe Hassbecker („Silly“) an den Gitarren und Marcus Gorstein am Keyboard, über 20 Songs. Dann wurde eine Auswahl getroffen, aber nichts weggeworfen. Dieter Birr: „Vielleicht benutzen wir es noch mal woanders.“ Das Kunze-Cover „So wie du bist“ (vom Album „Räuberzivil“) hat es glücklicherweise auf „Neubeginner“

geschafft: eine stimmungsvolle Liebes-Ballade, die, sagt Dieter Birr, Heinz Rudolf Kunze glücklich gemacht habe. Kunze steuerte auch den Text zum Öko-Song „Der große Magnet“ bei, ein Duett mit dem Omega-Kopf János Kóbor. Die Tour zum Album startet am 20. Januar in Leipzig.

Norbert Wehrstedt

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