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Nacht voll Licht und Schatten

Rostock Nacht voll Licht und Schatten

Maggie Reilly singt in Rostock / Ex-Muse von Mike Oldfield überzeugt noch immer

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Maggie Reilly trat im Rostocker „Ursprung“ mit kleiner Bandbesetzung auf – ohne Schlagzeug, Bass und zweite Gitarre. Links: Gitarrist Gordon Dougall.

Quelle: Axel Büssem

Rostock. „Nacht voll Schatten“ nannte Juliane Werding 1983 ihre eingedeutschte Version von Mike Oldfields „Moonlight Shadow“. Die Sängerin des Originals aus dem gleichen Jahr war die Schottin Maggie Reilly – damals die Muse des begnadeten Gitarristen Oldfield. Am Wochenende trat die inzwischen 60-Jährige gleich zweimal im Rostocker „Ursprung“ auf und bot

– angelehnt ans deutsche Plagiat – eine Nacht voll Licht und Schatten.

Licht ins Dunkel des Kellerclubs brachte Reillys immer noch glockenklare Stimme: Wie vor 30 Jahren traf sie (fast) die gesamte Bandbreite der hohen und tiefen Töne, wobei es ihr geschickt gelang, die allerhöchsten Spitzen zu vermeiden. Aber wie eine Zuschauerin treffend bemerkte: „Wenn man die Augen schließt, ist es, als höre man einer jungen Frau zu.“

Auch die Liedauswahl begeisterte die insgesamt rund 250 Zuhörer: Klassiker wie eben das berühmte „Moonlight Shadow“, „To France“ oder „Everytime we touch“ brachte sie genauso wie spätere Balladen, englische Folk-Traditionals und an US-Country angelehnte Stücke.

Die Schattenseite des Auftritts war allerdings die Zusammensetzung der Instrumente: Auf Schlagzeug, Bass und zweite Gitarre verzichtete Reilly, dafür erklangen elektronische Beats aus einem vorprogrammierten Synthesizer. „Ich wollte einfach mal etwas anderes ausprobieren, und in kleinen Clubs klappt das sehr gut“, sagte Reilly. „Und so kann ich auf der Bühne auch meine eigene Stimme hören.“

Die Elektro-Beats strapazierten allerdings bisweilen die Nerven und Ohren. Dass weniger hier sicher mehr gewesen wäre, zeigten Balladen wie „Once I had a sweetheart“, bei der Reilly nur von Gordon Dougall auf der Akustik-Gitarre begleitet wurde. Dougall durfte im zweiten Teil des Konzerts auch öfter sein Können in schwelgerischen Soli beweisen – ein weiteres Leuchtsignal des Abends.

Axel Büssem

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