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00:05 22.03.2017

„Alle drei Jahre haben wir eine CD veröffentlicht“, blickt Gustav Steinhoff auf die Bandgeschichte zurück. Jazz at Heart gibt es seit 2004. In Steinhoffs Musikstudio in Börgerende-Rethwisch, im Conventer Atrium, wurden die neuen Songs aufgenommen, ganz ohne Zeitdruck.

Mit ihrer fünften CD „Love is the Gun“ geht die Band Jazz at Heart in diesem Frühjahr an den Start. Seit anderthalb Jahren haben die Musiker an ihren Songs gearbeitet. Jetzt ist die CD fertig – 16 Songs sind es geworden.

Bandleader und Pianist ist Professor Gustav Steinhoff, im Hauptberuf Herzspezialist in Rostock. Mit Sängerin Christina Jaschkowiak hatte Steinhoff eine Band ins Leben gerufen, die den Jazz schon im Namen trägt. Aber nicht nur Jazz, dazu kommen auch Latin, Rock, Swing oder Pop. „Sogar Hardrock!“, meint Steinhoff. „Doch das Grundelement war und ist immer der Jazz.“ Für seine Band hat er „die besten Musiker aus der Region“ um sich versammelt, sagt er. Und das sind: Johannes Pistor (Gitarre), Thomas Braun (Violine, Flügelhorn), Sebastian Sarfert (Kontrabass), Walter Martinez (Schlagzeug, Perkussion), Jürgen Plato (Saxofon, Klarinette, Flöte) und natürlich Gustav Steinhoff (Tasteninstrumente).

Und dann ist da noch das „Sängerinnen-Problem“. Zunächst stand lange das Gründungsmitglied Christina Jaschkowiak am Mikrofon, sie verlagerte dann ihren Lebensmittelpunkt von Rostock nach München. An ihre Stelle rückte zunächst die amerikanische Sängerin Della Miles, die auf eine internationale Karriere verweisen kann. „Unter anderem war sie Backgroundsängerin bei Whitney Houston“, so Steinhoff.

Und schließlich brachten die Bandmitglieder Marie-Luise Böning aus Rostock ins Spiel. Doch auf der neuen CD hat es sich nun so gefügt, dass alle drei Sängerinnen vertreten sind.

Eine Mischung, die sich auch im Songwriting findet. Denn für die neue CD haben vier Bandmitglieder komponiert: Jürgen Plato, Johannes Pistor, Walter Martinez und Gustav Steinhoff. Diese Arbeitsteilung sorgte nicht nur für stilistische Vielfalt, sie führte auch dazu, dass es Texte auf Deutsch, Englisch und Spanisch gibt. Die Botschaften sind manchmal sehr persönlich, hin und wieder beziehen die Texte gesellschaftlich Stellung – in „Berlin (My Love)“ wird ein interkulturelles Miteinander beschworen. Und überhaupt, der Plattentitel: „Love is the Gun“ ist der entspannte Gegenentwurf zu einer Welt voller Gewalt, den gleichnamigen Song hat Gustav Steinhoff verfasst. „Fremde Wege“, von Johannes Pistor komponiert und getextet, ist ein Plädoyer für mehr Eigenverantwortung. Und „Waltz for Elsa“ hat Gustav Steinhoff für seine Tochter geschrieben.

Am Ende waren es 16 Songs, die gerade so auf eine CD passen. Für die Covergestaltung konnte Tim Kellner von der Künstlergruppe Schaum aus Rostock gewonnen werden. Die Veröffentlichung der neuen CD steht kurz bevor. Gustav Steinhoff plant eine internationale Vermarktung, die bisherigen Erfahrungen sprechen für eine weltweite Kundschaft: Dank der Downloadkäufe oder der Nutzung über Streaming-Dienste lässt sich das gut nachverfolgen.

In zwei Konzerten soll das neue Material Anfang April erstmals einer größeren Öffentlichkeit vorgestellt werden. „Wir wollen dann unsere neue CD komplett spielen“, verspricht Gustav Steinhoff.

Die Premieren-Konzerte von „Love is the Gun“: 5. April um 19 Uhr in der Orangerie Schloss Schwerin; 6. April 19.30 Uhr im Barocksaal Rostock

Thorsten Czarkowski

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