Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Neuer Volkstheaterchef: „Weinen wollen wir nicht, sondern nach vorne schauen!“

Rostock Neuer Volkstheaterchef: „Weinen wollen wir nicht, sondern nach vorne schauen!“

Intendant Joachim Kümmritz startet mit Operetten-Mix und hofft auf ein volles Haus / Er will in Rostock „vernünftiges Mehrspartentheater“ präsentieren

Voriger Artikel
Musikgenuss aus der Scheune
Nächster Artikel
Parfum: Haltbarkeit maximal ausnutzen

Der Intendant Joachim Kümmritz

Quelle: Jens Büttner/dpa

Rostock. Der neue Intendant des Volkstheaters Rostock, Joachim Kümmritz, hofft auf ein volles Haus. Er startet beschwingt in die neue Spielzeit 2016/17: mit der Premiere „Paris, Paris“, einem Operetten-Mix des Komponisten Jacques Offenbach. „Eine leichte Inszenierung – konzertant durch Paris“, sagte Kümmritz. Nach alter Planung sollte das niederdeutsche Lustspiel „Oma ward verköfft“ von Franz Streicher die Saison eröffnen. Doch Kümmritz plante um. Zudem stellte er fest:

„Vor mir wurde weniger Wert auf den Großen Saal als Spielstätte gelegt. Aber wenn ich ein volles Theater will, muss ich den größten Raum bespielen.“

Den „Krieg zwischen allen Beteiligten“ um das Volkstheater wolle er dringend beenden, hatte Kümmritz vor einigen Wochen gesagt. In den vergangenen Tagen habe er gute Gespräche mit den Mitarbeitern geführt. „Die Kollegen sprechen von einem Scherbenhaufen, der da vor ihnen liegt. Den will ich jetzt zusammenkleben.“ Große Sorgen mache ihm, dass „überall jemand fehle“. „Da gibt’s niemanden für die Pressearbeit, keinen Musikdramaturgen; vor allem brauche ich einen Leiter für die Tagesplanung!“ Und es gebe aktuell nur acht Schauspieler. Aber er habe zu den neuen Kollegen gesagt: „Weinen wollen wir nicht, sondern nach vorne schauen!“

So liege nun ein Spielplan vor, der viele Wiederaufnahmen habe, aber auch ein paar Premieren. Mehr sei „nicht leistbar in den drei, vier Wochen Planungszeit“. Das „Feuerherz“ mit der Punkband „Feine Sahne Fischfilet“, mit dem Latchinian mehr junges Publikum anziehen wollte, werde ebenso wiederaufgenommen wie die Oper „Die Entführung aus dem Serail“. Das Schauspiel bringt im Herbst die Premiere „Spur der Steine“ heraus.

Kümmritz übernimmt nach monatelangem Streit zwischen der Rostocker Bürgerschaft, der Stadtverwaltung und Intendant Latchinian die Leitung des Volkstheaters. Dass er ein Händchen dafür hat, bewies er von 1990 bis 2016 in der Intendanz des Schweriner Staatstheaters und seit 2014 als Intendant der Theater GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz. Die legte gerade die Besucherzahlen der Spielzeit 2015/16 vor. Danach kamen in beiden Städten 120 000 Besucher ins Theater – mehr als ins Volkstheater Rostock. Kümmritz will in der größten Stadt des Landes „vernünftiges Mehrspartentheater“ machen.

OZ

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Penzlin/Schwerin
Norbert Schumcher, Freier Horizont, stellte sich den Fragen der OSTSEE-ZEITUNG. Das Interview führten Chefredakteur Andreas Ebel, Chefkorrespondent Frank Pubantz und der OZ-Leser Edmund Jänsch.

OZ-Interviews zur Landtagswahl: Norbert Schumacher, Freier Horizont, will die Bürger mehr in Entscheidungen einbinden.

mehr
Mehr aus Kultur
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Serie, Weltkrieg, erster Weltkrieg, zweiter Weltkrieg Teaser der den User auf die Sonderseiten zum Thema Weltkrieg führen soll image/svg+xml Image Teaser Weltkrieg 2015-09-23 de Serie Erinnerung an Weltkriege Alle Beiträge und Bildergalerien zum Thema sowie Infos zu Ausstellungen und Museen finden Sie auf unseren Sonderseiten. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier. > Erster Weltkrieg > Zweiter Weltkrieg 1914 bis 1918 1939 bis 1945
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.