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Kultur Neues in alter Tradition
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00:00 30.11.2016

Ob dieser Ort immer noch den alten Geist atmet? Schließlich war vor mehr als hundert Jahren die Künstlerkolonie Schwaan sehr bekannt – und dank der Erbpflege der Stadt ist sie es heute wieder. Denn das Kunstmuseum Schwaan besitzt inzwischen Werke der großen Meister jener verflossenen Zeit. Aber es kümmert sich auch um die Künstler von heute. „Jedes Jahr im Herbst stellen wir bei uns zeitgenössische Künstler aus“, sagt Eleonore Pahlke, die die neue Ausstellung im Kunstmuseum mitorganisiert hat. Bei der Suche nach interessanten Künstlern wollte das Kunstmuseum Schwaan natürlich die handwerkliche und künstlerische Qualität würdigen, auf jeden Fall auch noch eines – nämlich in der Region bleiben. So haben alle fünf jetzt ausgestellten Künstler entweder ihre Wurzeln hier oder wohnen heute in der Region.

Die Ausstellung bekam, um in der Schwaaner Tradition zu bleiben, folgerichtig den Titel „Die neue Generation“. Sie ist im Erdgeschoss der Kunstmühle Schwaan zu finden – und jeder der fünf Künstler bekam eine eigene „Ecke“ in den Räumlichkeiten. „Wir haben den Künstlern die Auswahl der eigenen Werke überlassen“, erläutert Eleonore Pahlke. Insgesamt sind in der neuen Ausstellung rund 40 Arbeiten zu sehen.

Man kann die Werke der Malerin Ursula Bahr durchaus in die Tradition der Schwaaner Künstlerkolonie stellen, ihre Landschaften beeindrucken besonders durch ihre Farbenspiele, so wie die Werke „Gewitter“ oder „Windflüchter“. Ursula Bahr stammt aus Sachsen-Anhalt, sie lebt und arbeitet heute in Alt Meteln bei Schwerin.

Die Künstlerin Katrin Lau hat es dagegen aus dem Thüringischen nach Mecklenburg-Vorpommern verschlagen, heute ist sie in Baumgarten zu Hause, unweit von Schwaan. Zur neuen Schau steuerte Katrin Lau meist in freundlichen Formen und Farben gehaltene Skulpturen und Bilder bei, zum Beispiel ihr 2013 entstandenes Bild „Große Landschaft“. Auch die Terrakottafiguren der Künstlerin strahlen eine ganz besondere Heiterkeit aus.

Etwas geheimnisvoll sind hingegen die Werke von Kathrin Wolbring-Wagner, die in Schwaan lebt und arbeitet. Mit dem Werk „Am Wasser“ – das ursprünglich „An der Warnow“ hieß – stellt sich die Künstlerin direkt in die Tradition der Schwaaner Malerei. Und in Schwaan lebt heute ebenfalls die aus Rostock stammende Malerin Sylva Tkotsch, die ihre oft expressiven Werke in die Ausstellung gebracht hat, so wie das ausdrucksstarke „Blue Moon 33“.

Der Fünfte in der Runde ist schließlich der Bildhauer Arndt Weigend, der in Rukieten bei Schwaan wohnt und in der Kunstmühle seine Holzarbeiten ausstellt – das sind Skulpturen und Reliefs. Die großformatigen Werke wie „2 Wirbel“ oder „Hühnergott“ laden zu vielen Deutungen ein, das letztere Werk bekommt durch seine Bemalung eine fast metallische Optik.

So ist die aktuelle Ausstellung in Schwaan auch eine Form der Traditionspflege, die heutigen Künstler schaffen etwas für künftige Generationen.

Thorsten Czarkowski

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