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Kultur Neustrelitz zeigt Werke von Kollwitz, Barlach und Gaul
Nachrichten Kultur Neustrelitz zeigt Werke von Kollwitz, Barlach und Gaul
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00:00 27.04.2017
Schlosskirche Neustrelitz: In der dortigen Plastikgalerie startet am 29. April eine Sonderschau, die bis 23. Juli läuft. Quelle: Foto: Wüstneck/dpa

. Die Bildhauerkunst von Käthe Kollwitz (1867-1945) steht im Zentrum der ersten Ausstellung 2017 in der Schlosskirche Neustrelitz (Kreis Mecklenburgische Seenplatte). „Die Arbeiten der bedeutendsten deutschen Künstlerin des 20. Jahrhunderts sind erstmals zusammen mit Werken von Ernst Barlach (1870-1938) und August Gaul (1869-1921) zu sehen“, sagte Kurator Raimund Hoffmann gestern. Die Künstler hätten sich gekannt und geschätzt.

. Die Bildhauerkunst von Käthe Kollwitz (1867-1945) steht im Zentrum der ersten Ausstellung 2017 in der Schlosskirche Neustrelitz (Kreis Mecklenburgische Seenplatte).

Bei den Nationalsozialisten waren die Arbeiten von Kollwitz und Barlach als „entartete Kunst“ verfemt worden.

„Keinem anderen stand Kollwitz so nahe wie diesen beiden Künstlern“, sagte der Kurator. Das zeige sich auch darin, dass Barlach dem bekannten „Schwebenden Engel“ 1927 unbewusst das Gesicht von Kollwitz gegeben habe. Die Schau in der Schlosskirche wird an diesem Samstag eröffnet. Sie ist bis zum 23. Juli zu sehen und reiht sich ein in Ausstellungen, die bundesweit anlässlich des 150. Geburtstags der Künstlerin Kollwitz am 8. Juli laufen. Unter dem Motto „Auf der Suche nach der neuen Form“ zeigt auch die Barlach-Gedenkstätte in Güstrow von Sonntag an Zeichnungen und Grafiken von ihr. In Neustrelitz sind 26 Arbeiten aus den Jahren 1893 bis 1938 zu sehen. Die Skulpturen stammen aus bedeutenden Museen und Sammlungen in Berlin, Leipzig, Düsseldorf sowie dem Käthe-Kollwitz-Museum Köln. Dazu gehören sieben Skulpturen der Bildhauerin, von der es nach Angaben von Hoffmann nur 15 überlieferte Bildhauerarbeiten in Bronze gibt.

„Kollwitz war bereits als Zeichnerin weltbekannt, als sie sich der Bildhauerei widmete“, erläuterte der Kurator. So werden der „Turm der Mütter“, die „Pietà“ (Mutter mit totem Sohn)“ und ein Grabrelief von Kollwitz gezeigt. „Diese ,Pietà’ gibt es in mehrfach vergrößerter Form in der Neuen Wache Berlin für die Opfer von Krieg und Gewalt“, erläuterte Hoffmann. Das habe der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) noch veranlasst. Von Gaul sind Tierskulpturen und von Barlach Werke wie „Russisches Paar“ oder „Der Zweifler“ ausgestellt.

Service: Die Ausstellung wird am Samstag ab 15 Uhr eröffnet.

Winfried Wagner

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