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Kultur Newcomerin Anne Zohra Berrached räumt in Schwerin ab
Nachrichten Kultur Newcomerin Anne Zohra Berrached räumt in Schwerin ab
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00:01 09.05.2016
Ehrenpreis für Schauspielerin Christine Schorn (l.), neben Ministerpräsident Erwin Sellering und Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) Fotos (2): Jens Büttner/dpa

Sechs Tage lang stand Schwerin ganz im Zeichen des Kinos. Zum Abschluss des Filmkunstfests Mecklenburg-Vorpommern darf eine Newcomerin gleich drei Auszeichnungen mit nach Hause nehmen, während eine erfahrene Schauspielerin für ihr Lebenswerk geehrt wird.

Filmkunstfest ehrt Abtreibungsdrama „24 Wochen“ mehrfach / Ehrenpreis für Christine Schorn / „Fliegender Ochse“ geht nach Österreich

Der Spielfilm „24 Wochen“ der Regie-Newcomerin Anne Zohra Berrached (33) aus Erfurt ist der große Gewinner des 26. Filmkunstfests Mecklenburg-Vorpommern. Der Streifen erhielt am Samstagabend in Schwerin gleich drei Auszeichnungen, darunter den Publikumspreis. Der Hauptpreis des Festivals, der mit 10000 Euro dotierte „Fliegende Ochse“, ging an den österreichischen Spielfilm „Thank You For Bombing“ von Barbara Eder, produziert von Peter Wirthensohn.

Umjubelter Star bei der Feier im Kino Capitol war Schauspielerin Christine Schorn. Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) überreichte der 72-Jährigen den Ehrenpreis „Goldener Ochse“ und würdigte sie als „eine der vielseitigsten Schauspielerinnen Deutschlands“.

Mit ihrer fesselnden Aura, ihrem hemmungslos ehrlichen Spiel und dem lebendigen Charme einer starken Frau habe Christine Schorn ab den 1970er Jahren neben den Theatern auch die Kinos gefüllt, sagte Sellering.

Zugleich lobte der Regierungschef das Filmkunstfest MV als wunderbares Besucherfestival. Es sei ein „attraktives Filmfestival mit internationaler Ausrichtung, aber im klaren Bewusstsein ostdeutscher Filmtradition“, sagte Sellering. In diesem Jahr besuchten rund 17000 Gäste die 147 Veranstaltungen. 2015 waren rund 18 000 Zuschauer gekommen.

Die 33 Jahre alte Berrached erhielt für das Abtreibungsdrama „24 Wochen“ neben dem mit 2500 Euro dotierten Publikumspreis auch den mit 5000 Euro dotierten Regiepreis und einen mit 4000 Euro dotierten Drehbuch-Förderpreis. Der Film mit Julia Jentsch und Bjarne Mädel über eine Frau, die mit einem schwer kranken Kind schwanger ist, hatte nach seiner Uraufführung als einziger deutscher Beitrag auf der Berlinale den Preis der Gilde Deutscher Filmkunsttheater erhalten.

Der mit 7500 Euro dotierte LEO-Kinder- und Jugendpreis für den besten Beitrag im Jugendfilmwettbewerb ging an „Offline — Das Leben ist kein Bonuslevel“. Auf dem Programm des sechstägigen Festivals standen 131 Produktionen aus 24 Ländern, darunter neun Uraufführungen und 17 Deutschland-Premieren.

Von Benjamin Haller

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