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Niederdeutsch-Studie: Im Nordosten snacken viele Platt

Rostock Niederdeutsch-Studie: Im Nordosten snacken viele Platt

Die Regionalsprache lebt in Norddeutschland weiter, haben Forscher ermittelt. Die Anzahl der aktiven Sprecher und der Versteher nimmt in Mecklenburg-Vorpommern sogar zu.

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Niederdeutsch an der Schule: Mädchen und Jungen führen ein plattdeutsches Stück auf.

Quelle: Raik Mielke

Rostock. In Mecklenburg- Vorpommern wird Plattdeutsch gesprochen – von immer mehr Menschen. Das ist ein zentrales Ergebnis einer Studie der Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag des Bremer Instituts für Niederdeutsche Sprache (INS) und des Instituts Deutsche Sprache. 1632 Menschen in acht Bundesländern wurden zu ihrem Sprachgebrauch befragt.

DCX-Bild

Die Regionalsprache lebt in Norddeutschland weiter, haben Forscher ermittelt. Die Anzahl der aktiven Sprecher und der Versteher nimmt in Mecklenburg-Vorpommern sogar zu.

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In Mecklenburg-Vorpommern gibt es mit 70 Prozent die meisten „Plattdeutsch-Versteher“ in Norddeutschland. Bei der letzten Befragung im Jahr 2007 waren es noch 60 Prozent gewesen. Auch bei den „aktiven Niederdeutsch-Sprechern“ ist MV vorne mit dabei. 21 Prozent der Befragten geben an, oft Platt zu sprechen. Nur in Schleswig-Holstein sind es mit 24,4 Prozent noch mehr. Bei einer weiteren Frage führt MV das Feld dann wieder an: 85 Prozent der Befragten sind dafür, dass mehr für das Plattdeutsche getan werden sollte. Und 68 Prozent bejahten im Nordosten die Frage, ob sie ihr Kind in einen plattdeutschen Kindergarten geben würden.

„Es ist ein ermutigendes Signal, dass die Menschen wieder verstärkt ihre traditionelle Kultur pflegen und dies auch mit Selbstbewusstsein im öffentlichen Raum tun“, erklärt Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD).

„Wenn wir die Ergebnisse auf die acht ganz oder in Teilen untersuchten Bundesländer hochrechnen, kommen wir auf rund 2,5 Millionen Menschen, die aktiv plattdeutsch sprechen. Anders als in den Vorjahren ist die Zahl seit 2007 stabil und nimmt nicht ab“, erklärt INS-Chef Reinhard Goltz. Der Ort der Weitervermittlung sei anders als früher nicht mehr nur die Familie. Es werde Plattdeutsch in Bildungseinrichtungen wie Schulen und Kindergärten vermittelt.

Bernhard Schmidtbauer

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