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Kultur Obsession einer Aufklärung
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00:00 15.05.2017
Schwerin

„Das Versprechen“ hatte am 13. Mai im Schweriner E-Werk Premiere, der Klassiker von Friedrich Dürrenmatt ist bekannt geworden durch die Verfilmung mit Heinz Rühmann von 1958, damals hieß der Stoff „Es geschah am hellichten Tag“, Neuverfilmungen machten ihn weltweit bekannt.

Dürrenmatts Roman entstand erst nach dem Filmdrehbuch, die aktuelle Inszenierung am Mecklenburgischen Staatstheater versteht sich als „Requiem auf den Kriminalroman“ und beleuchtet den Fall aus einer anderen Perspektive. Die Handlung wird eingeleitet von einem Journalisten (Ozgür Platte), der einen Krimistoff sucht. In den Mittelpunkt rückt Kommissar Matthäi, der sich aus dem Polizeidienst verabschiedet hat, aber nun, obwohl nicht mehr im Dienst, den grausamen Mord an der kleinen Gritli Moser aufklären will. Der Verdächtige, der gefasst wurde, war es nicht, so viel scheint klar.

Matthäi macht den Fall zu seiner persönlichen Angelegenheit.

Die Schweriner Inszenierung von Martin Nimz konzentriert sich auf jene obsessive Beziehung. Das steigert sich in einen Wahn, die Grundlage ist jenes Versprechen, das Matthäi einst der Mutter des Mädchens gab, dass er den Mörder fassen wird. So wird in Schwerin aus einem ruhigen Schweizer Krimistoff ein immer schriller werdendes Psychostück, das im Vergleich zum Film zudem mit einem alternativen Ende aufwartet.

INFO: Vorstellungen am 20. Mai 19.30 Uhr; 28. Mai 18 Uhr

Thorsten Czarkowski

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