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„Odyssee ins Weltall“ mit vier Berliner Künstlern

Rostock „Odyssee ins Weltall“ mit vier Berliner Künstlern

Bis zum 25. Februar 2017 zeigt die Rostocker Galerie Auriga die Ausstellung „Melancholie/Kubrick’s House/Part II“

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Werk von Jens Hausmann: „Modern House, 24 – Der Bau“ (Öl auf Leinwand).

Rostock. Eine apokalyptisch anmutende Skulptur aus geschmolzenen Glasschichten, ausgegraben an einer Berliner Baustelle, die Spuren des Regens als Oberflächenstruktur ins Keramische übersetzt oder Himmelskörper verarbeitet in Öl: Inspiriert von Stanley Kubricks Film „Odyssee im Weltall“ (2001) verknüpft Kurator Jens Hausmann in der aktuellen Ausstellung der Rostocker Galerie Auriga vier individuelle künstlerische Handschriften zu einer stimmigen Gesamtästhetik.

OZ-Bild

Bis zum 25. Februar 2017 zeigt die Rostocker Galerie Auriga die Ausstellung „Melancholie/Kubrick’s House/Part II“

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Da wären zunächst die Bilder des Kurators selbst: Dabei bedient sich Hausmann als Motiv einer Architektur, die ihren Ursprung in den Utopien der Klassischen Moderne hat. Doch der schöne Schein trügt:

Die vermeintlichen Traumhäuser aus Stahl, Beton und Glas wirken verlassen und still. Die Abwesenheit der Bewohner löst ein diffuses Unbehagen aus. Mit seinen Bildern schlägt Hausmann einen Bogen zwischen Eleganz und Tristesse, zwischen nüchterner Sachlichkeit und einer undefinierbaren Gefahr. „Als Kontrast zum Tagtraummoment des Hauses steht die Ewigkeit des Weltalls“, sagt er. Damit beschäftigt sich der Berliner Maler Sven Reile, der sich mit seinen Bildern in die Weite des Weltraums begibt. Ähnlich wie dessen Himmels- und Gesteinskörper ist auch die Oberflächenstruktur der Skulpturen und Bildtafeln von Jennifer Oellerich beschaffen, die in ihren Arbeiten die Spuren untersucht, die Regen auf mit Bitumenlack präparierten Oberflächen hinterlässt, und diese in skulpturale Keramikoberflächen überträgt.

Wähnt man sich bei der Betrachtung des zweiteiligen großformatigen Bildes „Eros“ von Sven Reile schon im Anflug auf den Asteroiden, so scheint dessen Oberfläche auf den Fotos des Berliners Philip Topolovac zum Greifen nah. Die perfekte Illusion, denn gemacht hat der Künstler die Bilder von einem Sandhaufen auf einer Berliner Baustelle. An solchen gräbt er auch nach profanen Alltagsgegenständen oder Materialien, die im Zweiten Weltkrieg in der Schlacht um Berlin zerstört und geschmolzen sind – dazu gehört auch die eingangs erwähnte Skulptur.

Einen Ausflug in den Weltraum können Besucher in der Galerie Auriga noch bis zum 25. Februar machen. Stefanie Büssing

OZ

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