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00:26 08.05.2018
Leichte Theaterkost unter freiem Himmel: Die Inszenierung von 2017 nahm das Publikum mit Begeisterung auf. Quelle: Foto: Martina Krüger

Auch in diesem Sommer wird Wolgast Schauplatz eines Openair-Theaters sein. Die Schlossinsel-Festspiele gehen in die zweite Runde und die Vorpommersche Landesbühne bringt, nach der erfolgreichen Inszenierung von Rudi Strahls Komödie „In Sachen Adam und Eva“ in der Saison 2017, auch 2018 mit „Ein irrer Duft von frischem Heu“ wiederum einen ostalgischen Theaterspaß aus der Feder Rudi Strahls auf die Bühne am Peenestrom. Premiere für das Stück ist am 7. Juli um 19.30 Uhr. Insgesamt stehen 19 Vorstellungen auf dem Spielplan. Zur Abschlussveranstaltung wird am 25. August eingeladen.

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„Ein irrer Duft von frischem Heu“ – Wolgaster Schlossinsel-Festspiele gehen in die zweite Runde

Proben beginnen Mitte Mai

in Anklam die Lieder für das Stück von den Darstellern eingesungen. Ausgewählt wurden Hits zum Beispiel von den Puhdys, von Roland Kaiser und der Münchener Freiheit.

Wie in „In Sachen Adam und Eva“, steckt auch im Lustspiel „Ein irrer Duft von frischem Heu“ viel Turbulenz und Esprit. Strahl, der das Lustspiel im Jahr 1975 schrieb, hatte das Ziel, mehr Arbeiter und Bauern in die Theater der DDR zu locken. Die Handlung spielt in Trutzlaff, einem kleinen und unscheinbaren mecklenburgischen Dorf, in welchem Wunder geschehen. Genosse Mattes, der Parteisekretär der ortsansässigen Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG) – in Wolgast verkörpert von Richard Koppermann, der 2017 den Adam spielte – hat das „zweite Gesicht“. Seine Wetterprognosen bewahrheiten sich immer. Und: Er kann Verlorengegangenes mit absoluter Sicherheit aufspüren, ohne danach zu suchen. Außerdem kann er Kranke heilen, was er an dem schiefen Paul bewiesen hat und wovor die Partei Angst hat. Denn: Wunderheiler passen so gar nicht zu deren Weltanschauung.

Die Kunde von Mattes‘ übernatürlichen Fähigkeiten ist weit über Trutzlaffs Dorfgrenzen hinaus gedrungen. Schließlich erfährt sogar der Vatikan von seinen Mirakeln. Monsignore Romeo Aventuro, ein Abgesandter des Papstes und gespielt von Heiko Gülland, macht sich auf, um die Angelegenheit vor Ort zu untersuchen und die Gegebenheiten zu dokumentieren. Was der Abgesandte während seines Besuchs erlebt, verblüfft ihn zutiefst. Ähnlich geht es Genossin Dr. phil. Angelika Unglaube, dargestellt von Marie Thérèse Albrecht, die im Auftrag der SED-Bezirksleitung mit der Klärung der mysteriösen Ereignisse nach Trutzlaff geschickt wurde. Die Erlebnisse übersteigen ihre Erwartungen und sollen für sie nicht ohne ernsthafte persönliche Folgen bleiben. Mattes ist der Einzige, der einen kühlen Kopf behält. Aber dann ist da noch „Der irre Duft von frischem Heu“...

In weiteren Rollen sind u.a. zu erleben: Torsten Schemmel als Himmelsknecht, Gloria Giorgini als Martha, Katharina Mahnke als Lydia, Marie-Luise Gerlach als Doris und Moritz Böhnke als Paul. Die Regie führt in bewährter Weise Birgit Lenz, während Mike Hartmann die Musik arrangiert. Wie schon im Wolgaster Sommertheater 2017, werden auch 2018 viele bekannte Hits zu hören sein.

Tom Schröter

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